So viel teurer ist Tanken jetzt: Spritpreise im Vergleich zur Vorwoche und dem Jahr 2025

Von Nils Mayer · 6. März 2026 um 14:45

Der Tankwahnsinn geht weiter: In einigen Städten Bayerns ist die Zwei-Euro-Marke für Benzin und Diesel längst durchbrochen. Je höher die Spritpreise steigen, desto größer wird auch der Unmut der Autofahrer. Aber ist die Aufregung überhaupt gerechtfertigt? Wie viel teurer ist das Tanken in den vergangenen Tagen wirklich geworden und wie „billig“ war der Halt an der Zapfsäule im Vorjahr?

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Tankpreise schwanken täglich. Fast stündlich. Für einen Vergleich der Spritpreise in der Region macht es also nur Sinn, sich auf bundesweite Durchschnittspreise zu konzentrieren. Außerdem werden der Übersichtlichkeit zuliebe nur drei Kraftstoffe verglichen: Diesel und Benzin, in Form von Super E10 und Super E5.

Auch beim Tanken selbst gehen wir von einer durchschnittlichen Tankkapazität von 50 Litern aus, was wohl auf den Großteil der deutschen Autos zutrifft. Der Durchschnittspreis einer solchen Tankfüllung am 5. März wird dann mit der Vorwoche und dem Vorjahr verglichen. Um den Vergleich so aktuell wie möglich zu halten, warten wir nicht wie bei den anderen Spritpreisen auf die offiziellen Durchschnittswerte des ADAC, die nämlich erst am 11. März veröffentlicht werden, sondern orientieren uns an dem Mittelwert verschiedener Vergleichsportale.

Aber der Reihe nach. Blicken wir zurück auf das Jahr 2025. Im Vorjahr lagen die Durchschnittspreise laut ADAC für Diesel bei 1,61 Euro pro Liter und für Super E10 bei 1,69 Euro. Das Bundeskartellamt beziffert den Mittelwert auf 1,74 Euro/Liter für Super E5. Ein Autofahrer mit Dieselauto zahlte beim Volltanken der 50 Liter also 80,50 Euro. Bei E10 wurden 84,50 Euro fällig und bei E5 rund 87 Euro.

Die Preise steigen immer weiter

In der Vorwoche (23.2.2026 - 01.03.2026), bevor im Nahen Osten die Raketen flogen, zahlten deutsche Autofahrer im Schnitt 1,74 Euro/Liter für Diesel, 1,78 Euro/Liter für Super E10 und 1,83 Euro/Liter für Super E5. Ein volles Dieselauto kostete Autofahrer 87 Euro. Bei Super E10 liegt der Preis bei 89 Euro und bei E5 bei 91,50 Euro. Es deutet sich schon an: Die Preiskurve kennt nur eine Richtung und zwar nach oben.

Die aktuellen Spritpreise setzen diesem Trend dann aber die Krone auf. Am 5. März lag der Mittelwert, wenn man den Angaben der vielen Vergleichsportale glaubt, für Diesel bei 2,04 Euro pro Liter. Super E10 kostete am Donnerstag im Schnitt 1,93 Euro pro Liter und E5 1,99 Euro. Heißt: Für den 50-Liter-Dieseltank werden aktuell 102 Euro an der Zapfsäule fällig, während Super E10 ca. 96,50 Euro kostet. Auch E5 kratzt mit 99,50 Euro an der 100-Euro-Marke.

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Beim Volltanken mit Diesel zahlten Autofahrer am 5. März also rund 15 Euro mehr als noch vor ein paar Tagen und fast 22 Euro mehr als 2025. Gleiches Muster bei Benzin: Bei E10 sind es 7,50 Euro mehr im Vergleich zur Vorwoche und 12 Euro zum Durchschnittspreis des Vorjahres. Bei E5 zahlen Autofahrer rund 8 Euro mehr und im Vergleich zu 2025 12,50 Euro.

ADAC gibt Tipps, um beim Tanken trotzdem zu sparen

Auch wenn es sich bei den Rechnungen jeweils um Mittelwerte handelt, zeigt der Vergleich, wie groß die finanziellen Auswirkungen aktuell auf Autofahrer sind. Der ADAC spricht nicht ohne Grund von einem „dramatischen Anstieg“ und legt Autofahrern nahe, vor dem Halt an der Zapfsäule die Tankpreise zu vergleichen. Dabei können sogenannte Spritpreis-Apps helfen. Ein weiterer Tipp, den der ADAC auf seiner Internetseite verrät: „Die erstbeste Tankstelle ist nicht immer die günstigste.“ Vor allem bei Autobahntankstellen seien die Preisunterschiede besonders groß.

Übrigens: E-Autofahrer bekommen von der Sprit-Krise in Deutschland und dem Iran-Krieg nicht viel mit. An Ladesäulen sind bisher keine nennenswerten Preisschwankungen zu beobachten. Zustände, von denen Fahrer eines Verbrenners aktuell nur träumen können.