Rückwand des „Sattler-Haus“ teilweise eingestürzt – Demnächst Termin mit Denkmalamt

Einfach eingestürzt: Im denkmalgeschützen Sattler-Haus in Rötz (Landkreis Cham) klafft in der Rückwand ein großes Loch.
Auch auf der Vorderseite des Hauses steht ein Bauzaun – aufgestellt worden ist er schon vor Jahren aus Sorge, dass Dachziegel auf in der Pfarrstraße parkende Autos oder, noch schlimmer, Menschen fallen könnten. Im Vergleich zur Rückseite ist die Frontansicht des Sattler-Hauses aber noch ganz gut in Schuss.
Eine Hälfte der Rückwand des zweigeschossigen, denkmalgeschützten Walmdachbaus in Ecklage, mit stichbogiger Hof- und Toreinfahrt, erbaut in der Mitte des 19. Jahrhunderts, ist nämlich vor kurzem eingestürzt. Bei dem Gebäude in der Pfarrstraße 8 handelt es sich um ein ehemaliges Ackerbürgerhaus und eine ehemalige Sattlerei.
Bauhof sichert das Gebäude ab
Der ehemalige Besitzer Franz Nothaaß, der in dem Gebäude, auch als „Sodler-Haus“ bezeichnet, einige Gerätschaften und Materialien für seine Firma eingelagert hat, hat den Mauersturz selbst nicht gesehen. Als er den Schaden bemerkte, habe er Bürgermeister Dr. Stefan Spindler umgehend informiert, berichtet er. Seine Utensilien seien bei dem Einsturz nicht beschädigt worden. Nach der gemeinsamen Begutachtung des Schadens wurde Stadtbauhofleiter Klaus Dirscherl beauftragt, das Gebäude abzusichern.
Außerdem wurde Martin Zwicknagl als Statiker hinzugezogen. Er riet der Stadt, das Obergeschoss mit Stützen abzusichern. Auch das wurde vom Stadtbauhof sofort umgesetzt. Neben dem Landratsamt Cham, so Spindler, habe er zudem das Denkmalamt über den Einsturz informiert. Demnächst werde es Vor-Ort-Termine mit den Behörden geben.