Vorfreude auf das Relight in Regensburg: Das müssen Lichtkunstfans vor dem Start am Donnerstag wissen

15.000 Menschen waren im März vor zwei Jahren an jedem Abend des Lichtkunstfestivals Relight in Regensburg. Von Donnerstag bis 22. März geht es mit 15 Spielorten für Tausende Fans in die zweite Auflage. Organisator Markus Apfelbacher vom städtischen Kulturamt erklärt, was dann allabendlich ab 18 Uhr geboten sein wird.
■ Die Künstler sind angekommen, der Aufbau beginnt
Am Freitag kamen die Künstler und Studios, die das Relight zum Strahlen bringen sollen, in Regensburg an. Sie stammen zum Beispiel aus Japan, Slowenien, den Niederlanden oder auch Spanien. Damit startet nun der Aufbau der Mappings, Installationen oder Laser. Rund 100 Menschen sind damit beschäftigt. Manche der Künstler brauchen laut Apfelbacher lediglich einen Stromanschluss, andere forderten mehr Unterstützung an – bis hin zum Aufbau des Kunstwerkes. Die Arbeiten laufen an allen Spielorten parallel. „Die Herausforderung dabei ist, dass Dinge auftauchen, die gelöst werden müssen. Dann muss das richtige Personal schnell an den Spielort kommen“, erklärt der Organisator. Diese Arbeit soll bis Mittwochabend dauern. Dann beginnt die Generalprobe.

■ Neue Orte: Velodrom, Degginger, Spitalkirche
Einige Spielorte werden Relight-Fans schon aus dem Jahr 2024 kennen: das Thon-Dittmer-Palais, den Kohlenmarkt, die Steinerne Brücke, den Andreasstadel, das Museum der Bayerischen Geschichte, die Minoritenkirche, das M26, den Neupfarrplatz und die Dreieinigkeitskirche. „Wir setzen auf einen 70/30-Split. 70 Prozent Bewährtes, 30 Prozent Neues“, sagt Apfelbacher. Neu sind: die Spitalkirche, der Leere Beutel, der Obermünsterplatz, das Degginger und – ein derzeit sonst kaum zugängliches Highlight – das Velodrom. Mit Warteschlangen und regelrechten Besucherwellen, die während der ersten Auflage durch die Stadt schwappten, rechnet Apfelbacher heuer nicht: Die Route sei entsprechend anders aufgebaut worden. „Wir werden das am ersten Wochenende kontrollieren, und gegebenenfalls nachjustieren“, kündigt er an.
■ Wie viel Regensburg steckt im Lichtkunstfestival?
Der Soundtrack für die lebendige Architektur mit dem Titel „Inner Time“ von Sebastian Kite, die im Thon-Dittmer-Palais gezeigt werden soll, wurde von den Domspatzen aufgenommen, erklärt Apfelbacher. Im Obermünsterviertel werden mit dem Werk „Perpetuum“ von Katja Heitmann bewegte Silhouetten von Menschen gezeigt. 2000 dieser Silhouetten bringt die Künstlerin mit. Andere sollen auf dem Relight entstehen. Wer Teil dieser Installation sein möchte, kann seine Bewegungen aufzeichnen lassen. Der Reiz besteht laut Apfelbacher im Anschluss im Rätseln, ob die eigene Silhouette Eingang in das Projekt gefunden hat oder ob einfach eine sehen ist, die einem Teilnehmer zum Verwechseln ähnlich erscheint.

■ Tickets, Informationen und Kontakt zu den Künstlern
Der Vorverkauf für die zwei Shows, für die Besucher Tickets benötigen, sei schon gut angelaufen, sagt Apfelbacher. Das sind die Lichtchoreographien „Echoes of Light“ in der Minoritenkirche und „Trànsit“ im Velodrom. „An den Wochenenden ist die Nachfrage groß“, sagt er. Die Organisatoren haben das Angebot an Karten ausgeweitet. 20 Prozent mehr als im Vergleich zu 2024 seien verfügbar. Die Tickets können während des Festivals online unter www.relight-regensburg.de/tickets gebucht werden. Während des Festivals kann das Kombiticket zudem im M26 erworben werden. Die Festivalzentrale im M26 in der Maximilianstraße ist jeden Abend von 18 bis 22.30 Uhr geöffnet. Einblicke in das Thema Lichtkunst soll es während einer Konferenz am Freitag ab 14 Uhr geben. Hier können die Besucher die Künstler und das Netzwerk der Städte kennenlernen, die ebenfalls Lichtkunstfestivals organisieren. Apfelbacher hofft nun auf gutes Wetter – wobei er betont, dass alle Installationen wind- und wetterfest seien. Trotzdem hat er die Vermutung, dass ein Kunstwerk bei Regen noch einmal einen ganz eigenen Charme entwickeln könnte: Das ist die Wasserfläche, die im Thon-Dittmer-Palais aufgestellt werden soll.
■ Parken, Rad oder Bus: Diese Empfehlung gilt zur Anreise
Die Organisatoren raten Besuchern dazu, das Lichtkunstfestival mit dem ÖPNV anzusteuern – oder mit dem Rad. Alle, die mit dem Auto fahren müssen, verweist Apfelbacher auf das Parkleitsystem und die bekannten Parkplätze im Bereich des Stadtzentrums.