Grenzkontrollen-Fund bei Waldmünchen: Polizeibeamte lassen illegales Silvesterfeuerwerk platzen

Als der 18-Jährige aus dem Landkreis Cham kurz vor Silvester von Tschechien nach Waldmünchen über die Grenze fuhr, hatte er den Silvesterabend im Kopf. Eine Grenzkontrolle brachte ihn am Mittwoch vor das Chamer Amtsgericht. Dort sagte der Angeklagte: „Mir war klar, dass das illegal ist, aber nicht, dass das so krasse Konsequenzen hat.“
Bei der Kontrolle am frühen Abend des 28. Dezembers fragten die Polizeibeamten den jungen Mann, ob er Pyrotechnik oder Rauschmittel dabei habe. Das sagte einer der beiden im Zeugenstand vor Gericht aus. Zunächst habe der 18-Jährige die Frage verneint.
Bei Grenzkontrolle: Illegale Pyrotechnik gefunden
Als die Polizisten in der Rücktasche des Beifahrersitzes und unter dem doppelten Boden des Kofferraums jeweils eine Packung illegales Feuerwerk fanden, versuchte sich der 18-Jährige herauszureden. „Kann sein, dass das meinem Bruder gehört“, soll der Angeklagte gesagt haben. „Später nahm er die beiden Feuerwerke doch auf seine Kappe“, schilderte der Beamte. Die beiden Feuerwerke der Kategorie F3 und F4 behielten die Grenzpolizisten ein. In Deutschland braucht ist für diese Kategorien eine Erlaubnis nach dem Sprengstoffgesetz nötig. Eine solche hatte der 18-Jährige nicht.
Heute weiß ich, dass das ein sehr großer Fehler war. Das tut mir sehr leid. Das passiert definitiv nicht nochmal.Angeklagter vor Gericht
Vor Gericht gab der Angeklagte an, die Feuerwerke für Silvester gekauft zu haben. Er machte klar: „Heute weiß ich, dass das ein sehr großer Fehler war. Das tut mir sehr leid. Das passiert definitiv nicht nochmal.“Das hofft auch der Richter: „Diese Feuerwerkskörper sind zurecht verboten, weil das Zeug total gefährlich ist.“ Für diesen „Blödsinn“ bekam der junge Mann eine Geldstrafe von 1200 Euro.