Kommunikations-Wirrwarr um Marktkirche in Sulzbürg – Dekanin reagiert auf Kritik

Die öffentliche Aussage von Dekanin Christiane Murner, die evangelische Marktkirche in Sulzbürg sei in Kategorie C des Gebäudebedarfsplans eingestuft, hat in der Kirchengemeinde Sulzbürg Unruhe ausgelöst. Geht doch damit einher, dass die Kirche möglicherweise verkauft werden könnte. Der Kirchenvorstand widerspricht der Darstellung der Dekanin, die inzwischen darauf reagiert hat.
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Bei einem Treffen der Kirchenvorstände Gabi Weichselbaum, Hermann Oelfe und Horst Bernreiter mit Mühlhausens Bürgermeister Martin Hundsdorfer wurde das weitere Vorgehen besprochen. Dabei wurde das große Unverständnis über die Aussagen von Murner deutlich, die diese in einem Gespräch mit unserem Medienhaus getätigt hatte.
Nach Angaben des Sulzbürger Kirchenvorstands wurde in einer Sitzung nämlich ausdrücklich beschlossen, die Marktkirche nicht der Kategorie C zuzuordnen. Sie müsste damit nicht verkauft oder vermietet werden.
Dekanin Murner räumt Fehler bei Marktkirche in Sulzbürg ein
In Sulzbürg entstand durch die Aussagen der Dekanin der Eindruck, es gebe trotz alledem eine nicht kommunizierte Verkaufsabsicht des Dekanats. Im Pfarramt Sulzbürg sowie bei den Kirchenvorständen hätten daraufhin die Telefone nahezu ununterbrochen geklingelt, berichten Weichselbaum, Oelfe und Bernreiter.
Zahlreiche Gemeindemitglieder hätten Verunsicherung und kein Verständnis gegenüber den ehrenamtlichen Vertretern geäußert und ihnen mangelnde Transparenz vorgeworfen. Die Kirchenvorstände sehen sich dadurch in eine Rechtfertigungsrolle gedrängt, die sie als unnötig und vermeidbar bezeichnen. Deshalb fordern die Kirchenvorstände nun mit Nachdruck eine öffentliche Klarstellung durch die Dekanin.
Darauf hat Dekanin Murner inzwischen reagiert und einen Fehler ihrerseits eingestanden. Das Dekanat teilt mit, dass Murner leider ein Fehler bezüglich der Einstufung der Marktkirche unterlaufen sei. Die Sulzbürger Kirche sei in der Kategorie B und habe damit auch keinen unmittelbaren Transformationsbedarf.
Das dürfte auch Bürgermeister Martin Hundsdorfer etwas beruhigen, den die Aussage von Murner ebenfalls auf den Plan gerufen hatte. Der Bürgermeister betonte, dass sich die politische Gemeinde aktiv für den Erhalt ihrer Kirchen einsetze. „Wir unterstützen unsere Gotteshäuser sowohl finanziell als auch mit Arbeitsleistungen, soweit es uns möglich ist“, erklärte Hundsdorfer.
Derzeit plane die Gemeinde konkrete Maßnahmen für die Entwässerung an der Marktkirche, die nach Zustimmung des Gemeinderates der Bauhof umsetzen soll.
Sulzbürger Kirchengemeinde müsste Marktkirche mit eigenen Mitteln erhalten
Hermann Oelfe sagte, es sei dem Kirchenvorstand bewusst, dass Gebäude in der Kategorie B kein Geld der Landeskirche mehr erhalten. Die Kirchengemeinden müssen die Gebäude im Zweifel durch Eigenmittel erhalten. In Sulzbürg zeigt man sich entschlossen, die notwendigen Maßnahmen durch Eigenmittel und ehrenamtliche Arbeit zu bewältigen.
Gerade dieses Engagement vieler Ehrenamtlicher sehen die Kirchenvorstände aber durch die widersprüchlichen öffentlichen Aussagen in Frage gestellt. Oelfe, Weichselbaum und Bernreiter betonten, dass die Marktkirche weiterhin als Gotteshaus und identitätsstiftender Ort erhalten bleiben soll.