Julian Preidl unterstützt Neutraublinger Startup – Füllt BeAFox bald auch in Cham Lücken?

Von Marius Göhl · 26. Februar 2026 um 05:00

Die Schulzeit soll junge Menschen auf die wichtigsten Bereiche des Lebens vorbereiten. Ein Aspekt, der dabei oft zu kurz kommt, ist die Finanzbildung – zumindest, wenn es nach MdL Julian Preidl (FW) und Mitgründer des Startups BeAFox, Alexandru Tapelea, geht. Mit „Microlearning, kurzen Sequenzen und einem spielerischen Ansatz“ wollen sie das ändern – auch an Chamer Schulen.

Das Neutraublinger Startup BeAFox will mit seiner App nach eigenen Angaben in einem ähnlichen Konzept wie die bekannte Sprachlernapp Duolingo jungen Menschen die wichtigsten Aspekte der Finanzbildung beibringen. Tapelea, einer der Gründer, sieht seine App als Lösung in Zeiten vieler unseriöser Social-Media-Videos und -Ratschläge. „In der Schule findet das Thema Finanzbildung kaum statt. Und Plattformen wie Instagram oder TikTok – auch wenn es einzelne gute Accounts gibt – kann man bei dem Thema einfach schwer vertrauen“, sagt der Gründer, der selbst in seiner Ausbildung Probleme mit seinen Finanzen hatte.

MdL Julian Preidl ist überzeugt, mit der App Probleme im Schulsystem zu lösen, ohne dabei in den Lehrplan einzugreifen. Denn: „Mit der App können Klassen, beispielsweise bei einem Stundenausfall, sinnvoll beschäftigt werden“, sagt der Landtagsabgeordnete. Der große Vorteil der App sei nämlich, dass der Lehrer die Lernleistung seiner Schüler über ein großes Dashboard überprüfen kann, wie Tapelea ergänzt. Die Schüler können in kurzen Sequenzen einzelne Abschnitte absolvieren und so neue Level, Ränge und Abzeichen erreichen. „Wir haben alles sehr spielerisch aufgebaut“, sagt der Jungunternehmer.

10000 Downloads im App-Store

Mit „Wir“ meint der Neutraublinger sich und seine Mitgründerin Selina Fuchs und Mentor Marcel Deulgeridis. Der Kontakt zwischen dem Politiker und dem Jungunternehmer kam auf der ChamlandSchau zustande. „Ich habe mir die App dann angeschaut und fand, dass sie ein sehr innovativer Ansatz für Finanzbildung ist“, erklärt Preidl, der die App bereits privat genutzt habe.

Auch im Appstore überzeugt BeAFox. 10 000 Mal ist die Lernapp bereits heruntergeladen worden, 2500 Menschen nutzen sie aktiv. Bisher handle es sich dabei überwiegend um Privatpersonen. Das soll sich ändern, wenn es nach Preidl und Tapelea geht. Schulen, Azubis und Vereine wären mögliche Adressaten, bei denen die innovative Finanzbildung Anklang finden soll. Dafür will Preidl auch die Verfassungsviertelstunde nutzen. Ob und wie die App tatsächlich Einzug in Chamer Klassenzimmer hält, bleibt abzuwarten – politische Unterstützung hat das junge Entwicklerteam aus Neutraubling jedoch bereits.