„Ein Meisterwerk“: Lobeshymnen im Internet für die Parkarena in Furth im Wald

Spektakulär, einzigartig, großartig. In der Regel sollte man mit Überschwang sparsam umgehen. Mit Blick auf die Parkarena in Furth im Wald (Landkreis Cham) darf man das aber, findet auch die Fachwelt, deren Kommentare man auch im Internet findet.
Nachgefragt bei Peter Hickl vom Architekturbüro PH2 in Eschlkam, der die außergewöhnliche Konstruktion in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Augsburg entwickelt hat, bestätigt der, dass der Bau über die Landesgartenschau hinaus nachwirkt. Im Moment laufen Bewerbungen für Holzbaupreise, beim international renommierten „Built by Nature Prize 2025“ für Architektur ist man auf der Shortlist (beste 20 Bewerber) gelandet. Auch das Büro von Stararchitekt Norman Foster hat bereits angeklopft (wir berichteten).
Intelligenter Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen
Große Lob kommt beispielsweise von der „Fachagentur nachwachsende Rohstoffe“, deren Projektträger das Bundeslandwirtschaftsministerium ist. Dort spricht man von einem „Meisterwerk des Holzleichtbaus“. Und weiter: Die Parkarena sei ein zukunftsweisendes Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung. Sie vereine digitale Präzision, ökologische Verantwortung und gestalterische Offenheit. Damit mache sie deutlich, welches Potenzial im intelligenten Einsatz nachwachsender Rohstoffe stecke.
str.ucture GmbH ist ein interdisziplinäres Ingenieur- und Planungsbüro mit Sitz in Stuttgart und war als externer Partner involviert. Dort spricht man von einer „innovativen Gitterschale aus regionalem Holz. Als zentrales Bauwerk der Bayerischen Landesgartenschau 2025 markiert die Parkarena Furth im Wald einen bedeutenden Meilenstein im modernen Ingenieurholzbau“.

Die technischen Eckdaten hat man an der TH Augsburg parat: „Die Parkarena Furth ist eine großformatige Gitterschale aus heimischem Holz mit knapp 40 Metern Spannweite und 14 Metern Höhe, die als offene Hallenkonstruktion 450 Sitzplätze überspannt und für verschiedene Open-Air-Veranstaltungen für die Bayerische Landesgartenschau Furth im Wald 2025 dauerhaft errichtet wurde.“
Christopher Robeller, Professor für Architektur und Bauwesen, der das Projekt an der TH leitet und mit der ursprünglichen Idee an die Landesgartenschaugesellschaft herangetreten war, formuliert seine Philosophie so: „Unser Ziel ist es, Bauten durch digitale Methoden und Technologie nachhaltiger zu machen. Wichtige Themen sind materialschonende, leichte Bauweisen, schnelle Montage von Holz-Holz-Verbindungen, nachhaltige Holzarten und Materialien sowie die Wiederverwendung von Bauteilen.“
Das ist mit der Parkarena eindrucksvoll gelungen, weiß man auch seitens des Vereins C.A.R.M.E.N. Vereinszweck ist die Beratung in Sachen Energie- und Ressourcenwende sowie stoffliche Nutzung und nachwachsende Rohstoffe. Angegliedert ist C.A.R.M.E.N. dem Kompetenzzentrum für nachwachsende Rohstoffe in Straubing.

Innovation, verbunden mit digitaler Fertigung
Man hat sich vor Ort informiert und schreibt später auf der Homepage: „Digital geplant – regional gebaut: Die Parkarena auf der Landesgartenschau 2025 ist ein herausragendes Beispiel für modernen Holzbau und innovative Architektur.“

Die Architektur-Plattform Parametric Architecture (PA) mit Büros in der Türkei und in den USA reiht sich in den Reigen der Lobeshymnen ein. Dort spricht man von visionärer, architektonischer und ingenieurtechnischer Meisterleistung, die innovative Holzkonstruktion mit modernster digitaler Fertigung verbindet.
Der Tourismusverband Ostbayern schließlich fasst zusammen: „Kurz gesagt ist die Parkarena ein neu gebautes, markantes Holzbau-Eventgelände in Furth im Wald, das Kultur, Architektur und Nachhaltigkeit verbindet.“