Hochwasser in Regensburg: Wurstkuchl schirmt sich ab – im wahrsten Sinn des Wortes

Von Philip Hell · 25. Februar 2026 um 14:01

Ungewohnter Anblick an der bekanntesten Bratwurst-Bude der Bundesrepublik: Die Wurstkuchl hat sich am heutigen Mittwoch vom Hochwasser an der Donau in Regensburg abgeschirmt – im wahrsten Sinn des Wortes.

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Die Konstruktion avancierte schnell zum Fotomotiv zahlreicher Touristen. Zuvor war die Donau über die Kaimauer geklettert. Um ein Unglück zu verhindern, stellte die Stadt eine Barriere auf. Spundwände, wie sie bei vorangegangenen Hochwassern zu sehen waren, kamen diesmal allerdings nicht zum Einsatz.

Das die speziellen Schutzvorrichtungen nicht aufgebaut werden, hat mutmaßlich einen guten Grund: Der Pegel der Donau wird dem Hochwassernachrichtendienst Bayern (HND) in der Nacht auf den morgigen Donnerstag den Scheitelpunkt bei etwas über 4,60 Meter erreichen. Damit gilt derzeit die zweite Meldestufe, die ab einer Höhe der Donau von 4,50 Metern greift. An der Messstation im Regensburger Stadtteil Schwabelweis ist der Fluss sogar noch ein Stückchen höher. Dort hat der Fluss den Daten des Hochwassernachrichtendienstes Bayern zufolge derzeit eine Höhe von rund 4,85 Metern. Die Fünf-Meter-Marke wird an dieser Stelle laut den Prognosen der Experten allerdings auch nicht überschritten.

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So wie es im Moment aussieht, zieht sich das Fast-Frühlings-Hochwasser nämlich relativ schnell zurück, wenn die Scheitelwelle in der Nacht durch die Domstadt gerauscht ist. Und das ist auch besser so. Sollte nämlich der Wetterbericht Recht behalten, wird es in den kommenden Tagen sonnig – und dann werden die Schirme vor der Wurstkuchl wieder anderweitig benötigt.