Theater- und Festspielverein Nittenau bringt ein neues Stück auf die Bühne

Die Stoapfälzer Reihe des Theater- und Festspielvereins Nittenau geht diesen Sommer in die vierte Runde. Mit Tanz, Gesang und Schauspiel werden die Darsteller auch diesmal ihr ganzes Können zeigen, und zwar bei „Der Stoapfälzer Sommernachtstraum – eine zauberhaft-erotische Komödie“ frei nach William Shakespeare. Die Premiere findet am 24. Juli auf der Turnerwiese in der Nähe des historischen Rathauses statt.
„Ein Sommernachtstraum“ zählt zu den bekanntesten Komödien Shakespeares. Das opulente Stück spielt in einem verzauberten Wald, in dem Liebe, Missverständnisse und Magie für turbulente Verwicklungen sorgen. Regisseurin und Autorin Christina Fink hat das Stück neu adaptiert und eine völlig eigene Version geschaffen – darauf dürfen sich die Zuschauer freuen. Schon lange war es ihr Traum, diesen Klassiker auf die Bühne zu bringen, und auch Vorsitzender Albert Meierhofer ist begeistert: „Wir dachten beide, der andere sei skeptisch bei diesem Stück, umso größer war die Freude, dass es klappt.“
Gruppe ist bekannt für Überraschungen
Der Verein blickt auf große Erfolge der vergangenen Jahre zurück: 2017 startete die Stoapfälzer Reihe mit dem „Jedermann“ im Treidlinger Steinbruch, 2019 folgte der „Stoapfälzer Pygmalion“ auf dem Kirchplatz. Im August 2024 wurde „Der Stoapfälzer Brandner Kaspar“ auf der Angerinsel aufgeführt.
Bekannt für Überraschungen, plant der Verein auch diesmal während der Aufführung etwas ganz Neues, das es so noch nie gab – mehr dazu möchte man allerdings noch nicht verraten. Das Stück wird komplett in bayerischer Mundart gespielt und besticht durch Lokalkolorit. Über 30 Darsteller wirken mit, wobei es keine klassischen Hauptrollen gibt. „Ich hatte viele Schauspieler bereits vor Augen und habe die Rollen individuell auf sie zugeschnitten“, so Fink. Neben erfahrenen „alten Hasen“ sind auch neue Gesichter dabei. Zum ersten Mal wird die Regisseurin von Anna Schweiger als Regieassistentin unterstützt.
Ich hatte viele Schauspieler bereits vor Augen und habe die Rollen individuell auf sie zugeschnitten.Christina Fink, Regisseurin und Autorin
Die Location ist erneut besonders: Die Turnerwiese neben dem ehemaligen Amtsgericht, heute Rathaus, bietet mit rund 2000 Quadratmetern ausreichend Platz und wird im Stück als Feenwald inszeniert. „Wir möchten den Gästen auch die schönen Plätze von Nittenau zeigen“, so Meierhofer. Eine große Tribüne mit 330 Sitzplätzen wird aufgebaut, dazu ein wetterfestes Cateringzelt – denn das Wetter hat den Verein bei früheren Aufführungen schon einige Male auf die Probe gestellt.
Mehrere Szenen werden dann gleichzeitig gezeigt
Die größte Herausforderung wird das Tempo sein: „Es gibt viel Slapstick und Situationskomik, und das Stück wird sehr schnell gespielt“, erklärt Fink. Mehrere Bühnenbilder werden oft gleichzeitig gezeigt, da Diesseits und Jenseits ineinanderfließen – auch das müsse gemeistert werden. Die bayerische Mundart macht die Verwechslungen und den Liebeszauber besonders lebendig. Die Citygirls Nittenau bereichern die Aufführung mit Tanz. Die Proben beginnen Mitte April, und bis zum 8. August sind zahlreiche Vorstellungen geplant.
Neben dem Sommernachtstraum präsentiert der Verein wie gewohnt weitere Projekte, darunter ein Krimidinner, die Komödie „Mit allen Wassern gewaschen“ und natürlich die Geisterwanderung. Doch der Höhepunkt des Jahres wird sicher Shakespeares Klassiker sein, der zeigt, dass Liebe und Magie zwar chaotisch, aber immer unterhaltsam sind – neu interpretiert und mit viel Herzblut gespielt vom Theater- und Festspielverein.