Bau-Debatte in Regensburg: Bündnis fordert sozialverträgliche Wohnpolitik

Von Philip Hell · 20. Februar 2026 um 19:00

Kundgebung vor dem Regensburger Rathaus: Am Freitagnachmittag kamen rund 100 Menschen zusammen, um unter dem Motto „Wohnen darf kein Luxus sein“ zu demonstrieren. Hintergrund ist eine geplante Abstimmung im Regensburger Stadtrat in der kommenden Woche.

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Aufgerufen hatten unter anderem die Grünen, die Linkspartei, die ÖDP, die Ribisl-Partie, Volt sowie die Vereine Forum gegen Armut und Regensburger Eltern. Vertreter der Parteien und Gruppierungen wandten sich in Reden an die Teilnehmer der Demonstration. Sie alle kritisierten die geplante Entscheidung einer Mehrheit im Stadtrat, die Regeln für den Wohnungsbau zu lockern. Unter anderem die CSU, die SPD und die Brücke stehen hinter dieser Entscheidung.

Daran wiederum gibt es scharfe Kritik – unter anderem aus der Grünen-Fraktion. Diese wurde auch bei der Demonstration am Freitagnachmittag deutlich.

Debatte um das Bauen: Regensburger Architekturkreis äußert sich

Bei der Kundgebung äußerte sich auch der Architekturkreis zu der Debatte. Beirat Bernd Rohloff sagte: „Bauen, Bauen, Bauen löst dieses Problem nicht.“ Der freie Wohnungsmarkt allein tue das auch nicht. „Wenn das gut funktionieren würde, würden wir nicht hier stehen.“ Der Vorschlag von CSU, SPD und Brücke werde die Stadt nicht weiterbringen. Die großen Hebel seien dabei oftmals nicht in Regensburg, sondern beispielsweise beim Freistaat, betonte Rohloff. Der Vorschlag, so wie er auf dem Tisch liegt, werde nicht zu einer nachhaltigen, sozialverträglichen Stadtentwicklung führen. Er appellierte an die Stadträte, sich das Ganze noch einmal zu überlegen. Zuvor hatte der Architekturkreis auch bereits ein Schreiben verschickt.

Viel gescholten wurde bei der Kundgebung die SPD – der Regensburger Co-Vorsitzende und Stadtrat Alexander Irmisch trat dennoch vor dem Rathaus an das Mikrofon. Er habe zugehört und teile viele der Ausführungen der anderen Redner. „Wir wissen, es muss gebaut werden.“ Den Antrag von CSU, Brücke und SPD könne man gut oder schlecht finden. Fest stehe: Die Materie sei kompliziert. „Es gibt viele kleine Stellschrauben, die man sich anschauen muss.“ Am Donnerstag werde der Stadtrat darüber debattieren. Irmisch betonte, dass die Sozialdemokraten nach wie vor gesprächsbereit seien. „Wir werden es schaffen, das Beste für die Menschen in dieser Stadt hinzubekommen.“