Jetzt ist’s offiziell: Regensburg bekommt den Titel Staatstheater

Der Ritterschlag erfolgt am 8. Mai – zum Start der Bayerischen Theatertage. Minister Markus Blume sagt, das ist „die verdiente Würdigung für ein Haus, das mit künstlerischer Qualität, Mut und Innovationskraft begeistert“.
„Der Spielzeit-Frühling am Theater Regensburg ist künstlerisch und kulturpolitisch ein Fest“, sagt Kunstminister Markus Blume. Das Haus kann sich kaum retten vor Ehrungen: Am 23. Februar wird es als bestes Opernhaus ausgezeichnet, von 8. bis 25. Mai darf es Gastgeber sein für die 40. Bayerischen Theatertage – und zum Auftakt des Festivals kommt jetzt auch der ersehnte Ritterschlag: die Erhebung zum Staatstheater.
Lesen Sie mehr: „Ein unfassbares Gold“: Jury-Chef erklärt, warum Regensburg das beste Opernhaus hat
Die Eckpunkte liegen seit Sommer 2023 fest, die Umsetzung stockte zuletzt wegen der Sparvorgaben der Staatsregierung. Jetzt ist’s offiziell: Am 8. Mai wird der Titel, der neben Prestige auch schönes Geld bringt, bei einem Festakt verliehen. Freistaat und Stadt teilen sich künftig paritätisch, halbe-halbe, die Förderung für das Haus. „Was 2023 mit einer klaren Vision begonnen hat, wird nun Wirklichkeit: Der Festakt ist die Premiere eines neuen Akts bayerischer Theatergeschichte und die verdiente Würdigung für ein Haus, das mit künstlerischer Qualität, Mut und Innovationskraft begeistert“, sagt Blume am MIttwoch.
„Regensburg spielt in der ersten Liga“
„Dass Regensburg längst auf den großen Bühnen angekommen ist, zeigen die jüngsten Auszeichnungen.“ Der Oper! Award als bestes Opernhaus bestätige eindrucksvoll: „Regensburg spielt in der ersten Liga – mit Strahlkraft von Ostbayern in die Welt.“ Regensburg sei schon heute ein kultureller Leuchtturm. „Das neue Staatstheater ist ein weiterer großer Gewinn für das kulturelle Leben in der Hauptstadt der Oberpfalz und ganz Ostbayern. Wir dürfen uns auf viele spannende und inspirierende Aufführungen freuen – seien Sie gespannt!“, sagt Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.
Lesen Sie mehr: Doppelte Ehre für das Theater Regensburg: Nach dem Opernpreis kommt das Staatstheater
Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer betont: „Die Aufnahme in den Kreis der Staatstheater ist ein Ritterschlag für unser Theater und eine verdiente Würdigung für die hervorragende Arbeit, die hier seit vielen Jahren auf und hinter der Bühne geleistet wird.“ Der Titel komme nicht nur den vielen, vielen Theaterbegeisterten in Regensburg zugute, sondern stärke die Bedeutung der Stadt als attraktiver Standort für Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur.

Intendant Sebastian Ritschel und Kaufmännischer Direktor Dr. Matthias Schloderer jubeln: „Am 8. Mai wird in Regensburg Geschichte geschrieben.“ Die Transformation sei „ein riesiger Erfolg für alle, die das Haus geprägt haben und derzeit prägen“. Die Theater-Chefs danken dem Freistaat ausdrücklich für die signifikante Steigerung der Förderung und für das Vertrauen in die künstlerische Kraft des Theater. Das Haus werde den Titel „mit Stolz und Verantwortung tragen“.
Das Theater zählt zu den größten kommunalen Mehrspartenhäusern Bayerns mit eigenen Ensembles für Musiktheater, Schauspiel, Tanz und Junges Theater, mit Philharmonischen Orchester und Opernchor. Aktuell gehören fünf Häuser zum erlauchten Kreis: Bayerische Staatsoper, Bayerisches Staatsschauspiel und Staatstheater am Gärtnerplatz sowie die Staatstheater Nürnberg und Augsburg. Das Mainfranken Theater Würzburg ist seit 2019 auf dem Weg zum Staatstheater.