Kommunalwahl, Windräder und kleine Missgeschicke sind Thema in der Rötzer Faschingszeitung

Mit viel Spannung und Vorfreude wird bei der Althistorischen Rötzer Fasenacht nicht nur erwartet, was die Teilnehmer sich für den Faschingszug durch die Stadt einfallen haben lassen. Auch auf den Inhalt der Faschingszeitung ist jeder neugierig, gibt sie doch schon am Morgen des Faschingsdienstag nicht nur Antworten darauf, wer ausgespielt wird und wer in den kleinen Stücken erwähnt wird – kurz und knapp, was sich so alles an lustigen Gegebenheiten in der Stadt zugetragen hat.
Dabei berichtet die Redaktion der Faschingszeitung stets mit einem Augenzwinkern, so dass jeder, der sich im Blatt findet, auch über sich selbst lachen kann.
Schwarz-weiß gedruckt und mystisch anmutend
Die diesjährige Ausgabe der Fast-NACHT-Ausgabe verweist auf den Illuminatenorden – „Die Erleuchteten“. „Noch sitzen wir im Finstern hier, bald ganz hell, dann strahlen wir. Wenn das Hirn komplett erleuchtet, und der Kopf KI befeuchtet“, so der Einstieg in die amüsante Lektüre. In schwarz-weiß gedruckt und mystisch anmutend sind die Köpfe der amtierenden Stadtratsmitglieder mit Bürgermeister Dr. Stefan Spindler auf dem Titel zu sehen. Dieser gibt auch Information darüber, dass die Faschingszeitung „4 Oiro“ kostet. Die meisten geben aber im Rahmen einer Spende mehr, da die Einnahmen für einen guten Zweck sind. Und schon jetzt ein kleiner Tipp für die nächste Fasenacht: Wer schon ein Exemplar erworben hat, trägt es am Faschingsdienstag besser gut sichtbar mit sich – sonst wird man von den Zädungsdandlern auch gern einmal überredet, noch ein weiteres zu kaufen. So ist man bestens gerüstet und kann eine Faschingszeitung lesen und eine weitere als Sammlerexemplar sorgsam aufbewahren oder als Mitbringsel verschenken.
Hier finden Sie den MZ-Liveticker von der Althistorischen Rötzer Fasenacht.
Ab 9 Uhr am Morgen des Faschingsdienstag bringen die Zädungsdandler die Faschingszeitung an den Mann oder die Frau. 2026 wird natürlich die Kommunalwahl ausführlich thematisiert. Ein Comic zeigt den „(Wahl-)Kampf der Titanen“, dabei handelt es sich natürlich um den amtierenden Bürgermeister und seinen Herausforderer Gerhard Hofmann um den Rathausthron.

Auch über „Neues vom CSU-Ortsvordenker Matthias “ wird berichtet, der von allen wichtigen Problemen erlösen will, zum Beispiel: dass die Hauptschule leer steht und der Heli-Landeplatz beim Feuerwehrhaus-Anbau wohl vergessen wurde. „Deshalb machen wir aus der Schule ein Terminal mit vier Start- und Landebahnen!“, so die Idee. Der weitere Exkurs erinnert dann ein wenig an Edmund Stoibers legendäre Transrapid-Rede.
Unter den Inseraten in der Faschingszeitung findet man jeweils einen passgenauen, amüsanten Reim oder Witz. Ein Beispiel bei Theo’s Fischladl: „Theo, ich möchte bitte fünf Forellen. Wirf sie mir bitte zu, damit ich ehrlich sagen kann, ich hab sie gefangen.“
Eine bunte Bilderseite in der Mitte der Ausgabe zeigt eine mittlerweile wohl in Schuss gebrachte Straße, die an einen Flickenteppich erinnerte und mit violetten und gelben Blumen aufgehübscht wurde. Keine Frage, so kann sich Rötz „für die Landesgartenschau 2030“ bewerben. Auf der Bilderseite geht es außerdem zum Beispiel um das „Sicherheitskonzept für Polizei-Hundeschulen in unmittelbarer Nähe zu Windrädern“. So sollen der Faschingszeitung zufolge „nur noch Windhunde zu Polizeihunden“ ausgebildet werden. Und: „Winde mit einer Windstärke über sechs sind neben der Polizei-Hundeschule verboten.“ Auch kleinere Verkehrssünden wurden dokumentiert für die Faschingszeitung.
QR-Codes mit Tipps und Link zur Fasenachts-Hymne
In der Fast-NACHT-Ausgabe findet man diesmal auch QR-Codes, die man unbedingt öffnen sollte, die nützliche Tipps für den Fasching und sogar noch für den Aschermittwoch beinhalten. Und außerdem einen Link zum Ohrwurm „Oh Rötzer Fasenacht“, den Fasenachts-Präsident Frank Gazinski mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt hat, und mit dem man sich auch schon im Vorfeld gebührend auf die närrische Zeit einstimmen konnte, um am Faschingsdienstag lautstark mitsingen zu können. In der Rubrik „Wahr und unwahr“ wird mit Gerüchten aufgeräumt, und in einem größeren Beitrag geht es um den „Nachtgoich-Gaz“.
In diesem Jahr hatte die berühmt-berüchtigte Faschingszeitung vier Seiten mehr als beim letzten Mal, 20 Seiten sind es dieses Mal. Die Auflage waren wieder 3500 Stück.