Komponist und Schlagzeuger Jonas Sorgenfrei feiert Erfolge – Seine ersten Schritte tat er in Neunburg

Jonas Sorgenfrei hat sich als Komponist und Schlagzeuger in der Welt des Jazz einen Namen gemacht. Der vielseitige Künstler war auf vielen Bühnen rund um den Globus zu Gast und hat gerade ein neues Album präsentiert, das derzeit von sich Reden macht. Seine Liebe zur Musik hat Sorgenfrei in Neunburg entdeckt und auch heute noch hält er Kontakt zur regionalen Musikszene.
„Er wird als eines der größten Jazz-Talente der letzten Jahre gehandelt“, so beschrieb der Radiosender BR-Klassik den Musiker in der Sendung BR-Jazztime. Mit seinem aktuellsten Werk „Cracks in the Silence“ hat der Schlagzeuger und Komponist sein fünftes Album als Bandleader veröffentlicht. Mittlerweile ist er auf den großen Bühnen zuhause. Sorgenfrei spielte zum Beispiel in Italien, Norwegen, Dänemark, den Niederlanden, der Schweiz, Österreich, England, Rumänien sowie China und arbeitete mit zahlreichen Musikern aus dem Jazz- und Popbereich zusammen.
Mit fünf Jahren ging es in die Musikschule
Allen Anfang nahm diese musikalische Ausnahmekarriere dabei in Neunburg: Hier ist Sorgenfrei aufgewachsen und hier hat er seine Liebe zur Musik schon früh entdeckt. Bereits mit fünf Jahren begann er an der Musikschule Neunburg Schlagzug zu lernen. „Meine Eltern wollten ihre Töpfe wieder für sich“, erinnert sich der 32-Jährige schmunzelnd an diesen frühen Ausdruck der Kreativität. Mit etwa neun Jahren führte ihn sein Weg zur Stadtkapelle Neunburg, dort durchlief er eine klassische Ausbildung, lernte Pauke und Percussion spielen.

Später, als Schüler am Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach, entdeckte er die Musikrichtungen Rock, Pop und Jazz für sich und probierte sich in verschiedenen Bands aus. Nach der Schule machte er die Musik zum Lebensinhalt: Sorgenfrei schloss 2014 die Berufsfachschule für Musik in Nürnberg als „Staatlich geprüfter (Ensemble-)Leiter für Popularmusik“ ab.
Bereits fünf Alben als Bandleader veröffentlicht
Es folgten Studien an der Hochschule für Musik in Würzburg, ein Studienaufenthalt in New York und 2021 ein Masterabschluss mit Auszeichnung an der Hochschule für Musik in Nürnberg. Als Bandleader hat er inzwischen fünf Alben veröffentlicht. Zudem arbeitet er mit verschiedenen Künstlern in unterschiedlichen Projekten zusammen und ist Teil von mehreren Bands.

„Das wichtigste ist mir, die Menschen bei Konzerten zu erreichen und die gegenseitige Energie im Raum zu spüren“, sagt der Musiker, der mittlerweile in Nürnberg lebt. Dabei spiele es für ihn keine Rolle, ob er vor großem oder kleinem Publikum auftrete.
Eindrücke in anderen Ländern gesammelt
Auf seinen Touren habe er schon viele schöne und berührende Situationen erlebt und interessante Einblicke gesammelt, verrät Sorgenfrei der Mittelbayerischen. Im vergangenen Sommer war er zum Beispiel mit dem Natasha Zaychenkos Trio auf Tour in Dänemark und spielte unter anderem in Aalborg und Kopenhagen. „Mir ist hier bemerkenswert in Erinnerung geblieben, wie viel staatlicher Support und finanzielle Mittel dort für die Kulturszene freigegeben wird“, berichtet der Musiker. „Schön wäre es, wenn das nur ansatzweise vergleichbar hier in Deutschland auch mal der Fall sein würde“, wünscht sich Sorgenfrei.
Der 32-Jährige lebt aber nicht nur für die Bühne. Schon als Jugendlicher, während seiner Zeit in Neunburg, hat er Schlagzeug unterrichtet. Sein Wissen weiterzugeben, das ist seit Jugendtagen eine Passion des Musikpädagogen, der er bis heute treu geblieben ist.
Musikpädagoge aus Leidenschaft
Seit 2016 engagiert er sich ehrenamtlich beim solidarischen Musikschulverein „Willkommen mit Musik“, der benachteiligte und geflüchtete Kinder unterstützt. „Unabhängig von Lebensvoraussetzung, Alter, Herkunft, etc. sollte jeder die Möglichkeit erhalten, Musik zu erleben und ein Instrument zu erlernen“, so ist die Überzeugung des Musikers.
Durch seine Musikprojekte, Konzerte und die pädagogische Arbeit ist er viel unterwegs, kommt aber dennoch regelmäßig nach Neunburg zurück. Dann genießt er die Besuche bei seinen Eltern und die gemeinsame Zeit mit der Familie. Hier unternimmt er Spaziergänge im Wald und kommt abseits seines lebhaften Alltags in der Natur zur Ruhe. Auch über ein Wiedersehen mit alten Bekannten freut er sich regelmäßig. Die regionale Musikszene liegt dem leidenschaftlichen Künstler auch heute noch am Herzen. Die Konzerte der Stadtkapelle besuche er immer gern, wenn es sich einrichten lässt, erzählt der Musiker. Zuletzt sei das beim Weihnachtskonzert gewesen. Eine willkommene Gelegenheit sei so ein Heimatbesuch auch, um sich über die Projekte und die Entwicklung von ehemaligen Schülern auf dem laufenden zu halten. „Es ist immer wieder schön, auf Menschen zu treffen, die ich lange begleitet habe.“
Wenn sich die Möglichkeit biete, komme er auch wieder gern für einen Auftritt in den Landkreis Schwandorf, versichert Sorgenfrei. Nach Locations und Veranstaltern in der Region halte er immer wieder Ausschau, sagt er. Bis es soweit ist, können Fans aus der Heimat den Musiker mit unterschiedlichen Bands in verschiedenen Städten und Orten erleben, unter anderem auch in Bayern.
Den Künstler live erleben
Natasha Zaychenko Trio: Bis der nächste Termin im Landkreis Schwandorf geplant ist, können Fans aus der Heimat Jonas Sorgenfrei zum Beispiel am 20. Februar in Ingolstadt erleben. Dort tritt er als Teil des Natasha Zaychenko Trios auf. Auch im Jazzclub Abensberg macht das Trio unter anderem Halt, nämlich am 9. März.
Luca Zambitos Quartett: In Regensburg tritt Sorgenfrei mit der Band am 19. März auf.