Trotz Verkleinerung: Viele Themen, viele Narren und viel Gaudi beim Perlhütter Wagerlzug

Der Wagerlzug in Perlhütte hat Tradition. Auch wenn es in diesem Jahr im Vorfeld hieß, er falle etwas kleiner aus – man merkte es nicht und der Gaudi tat dies keinen Abbruch. Dass die Entscheidung für den Wagerlzug richtig gewesen war, war klar zu erkennen. Schon lange vor Beginn standen die Zuschauer am Straßenrand. Dass viele auch kostümiert waren, verstand sich dabei schon fast selbst.
Kleiner vielleicht, aber wieder voller Ideen war der Zug. Und auch die Angst, dass vielleicht das Auswurfmaterial nicht so üppig ausfallen könnte, war überflüssig. Die Aktiven hatten sich gewaltig ins Zeug gelegt. Kamellen für die Kids, ein Schluck gegen die Kälte für die Großen – an alles war gedacht.
Abgesperrte Zufahrt sorgen für die Sicherheit
Die Feuerwehr sorgte für die Sicherheit von Aktiven und Zuschauern – am Anfang und Ende der Straße war die Zufahrt durch Fahrzeuge abgesperrt. Keine motorisierten Wägen – so lautete die einzige Bedingung – und so ging es mit Menschenkraft und dem einen oder anderen „Treibstoff“ durch die Straßen.
Themen gab es genug. Schon bei der Aufstellung auf dem Radweg wollte der eine oder andere schon einen Blick erhaschen, bevor des dann pünktlich los ging. Den Anfang machte wie gewohnt die TV-Musikkapelle und stimmte mit fetziger Musik auf das Kommende ein. Mal viel Humor, aber auch die eine oder andere Gruppe mit ernsthafterem Thema. Was natürlich nicht fehlen durfte, der Hinweis auf den Wechsel auf dem Bürgermeisterstuhl im Rathaus, wobei natürlich erst einmal ein gründlicher „Kehraus“ erfolgen musste.
Bunte Vögel und die Straßenfeger
Bunte Paradiesvögel und Saufzwerge sorgten für Erheiterung, wo auch immer sie vorbeizogen. Und auch im Zug sorgten „Polizei“ und „Feuerwehr“ – oder zumindest diejenigen, die sich als solche ausgaben, für den Touch von Sicherheit. Und vielleicht ein dezenter Hinweis, auf die Sauberkeit zu achten? Jedenfalls wartete die Feuerwehr mit einer besonderen Straßenkehrmaschine auf. Auch die Wohnungsnot hatte anscheinend schon in Waldmünchen Einzug gehalten: Wohnung weg – Leber auch bald? Das konnte auch als Mahnung aufgefasst werden.
Egal, ob die Kühe aus der Höllerer Hittn, die „gemischte Tüte“, Hexen und vieles mehr – alle tanzten durch die Straße und wurden nicht müde, Kamellen zu werfen und Mittel gegen die Kälte zu verteilen – für alle, die dabei waren, war es wieder ein tolles Erlebnis.






