Der letzte Besentanz des Hexenmeisters von Waldmünchen

Von Martin Hladik · 12. Februar 2026 um 15:44

„Das ist eine schwere Stunde für mich“, sagt Hexenmeister alias Bürgermeister Markus Ackermann beim Besuch der rund 20 Perlhütter Hexen am Unsinnigen Donnerstag im Rathaus. Und auch wenn es auf den ersten Blick theatralisch wirkt, wenn eine der Hexen dem Bürgermeister ein Taschentuch für die Tränen reicht, ein bisschen Wahrheit war schon dabei. Die Abschiede kommen für Bürgermeister Markus Ackermann einfach immer näher.

Gerührter Hexenmeister - Foto: Martin Hladik

Das hatten die Perlhütter Hexen natürlich thematisiert. Gar nicht magisch hinterkünftig, sondern eher liebevoll emotional begingen sie ihren Abschied vom Bürgermeister Markus Ackermann. „Wir waren zufrieden mit Dir“, hieß es in einem kleinen Gedicht, das Stefanie Zigan vortrug. Und in einem Lied sangen alle Hexen ihrem Hexenmeister ein „Servus, servus, Markus mach‘s gut“.

Das Buchgeschenk erfreut. - Foto: Martin Hladik

Wie gut die Hexen und ihr Hexenmeister sich verstehen, zeigte auch ein Geschenk, das Ackermann diesmal erhielt. Zum letzten Besuch der Hexen bei ihm gab es ein ledergebundenes Buch mit Fotos und Erinnerungen an alle Hexenbesuche im Rathaus. Bürgermeister Ackermann wiederum zeigte sich in vollem Ornat. Mit Federhut, Hexenumhang, Zepter und Hexenmeistermedaille. Alles Dinge, die ihm im Laufe der Jahre von den Hexen vermacht worden sind,

Turnübungen mit Besen - Foto: Martin Hladik

So ganz ohne hexerische Prüfung darf auch ein Markus Ackermann nicht Abschied nehmen. Erst musste er die fürs Motorradfahren und sämtliche anderen Pensionistenleidenschaften nötige Fitness beweisen. Dafür forderte Fitnesshexe Anna Kornitzky einige Übungen mit dem Hexenbesen ein. Von Kniebeugen, Limbotanzen, seitlicher Rumpfbeuge bis hin zur einbeinigen Standwaage mit Besen wurde der 65-jährige Bürgermeister geprüft. Hexenprädikant: bestanden.

Unter dem Besen hindurch - Foto: Martin Hladik

Danach gab es für alle Krapfen und ein Zaubertränkle., „damit ihr vor Trauer und Leid nicht vergehen müsst“, sagte Ackermann.

Vor und nach dem Bürgermeisterbesuch tanzten die Perlhütter Hexen auf dem Marktplatz. Dazu hatten sich trotz des regnerischen Wetters einige Zuseher und Mittänzer eingefunden. Zuvor waren die Hexen am Vormittag in der Grundschule, den Kindergärten und in vielen Geschäften. Abschluss der Besuche war in den Altenheimen. Und zum Endspurt ging es zum Weber Max.