342 Vorschläge später: Und das Volksfest heißt künftig – Tataa! – Chamer Volksfest!

Das war von Anfang an eine schwierige Kiste. Wenn aus Frühlingsfest und Volksfest in Cham ein einziges Fest werden soll – wie heißt das dann? Und wenn dann wer den Wettbewerb gewinnt und das Ding umbenennt, wie heißt dann der Volksfestverein? Heißt der dann auch nicht mehr?
Rein faktisch heißt der Volksfestverein sowieso nicht „Volksfestverein“. Er heißt nämlich „Verein zur Förderung öffentlicher Veranstaltungen und kultureller Bestrebungen der Stadt Cham e. V.“ So weit, so unhandlich. Aber was nun?
Diese Fragen hat der Vorsitzende des Volksfestvereins, Christian Plötz, bei einer Pressekonferenz in der Stadthalle am Freitagnachmittag abgeräumt. Zuerst stellte er schon mal eines fest: „Wir werden uns natürlich nicht umbenennen. das war schon vorher klar!“
Weitere Vorschläge waren Regenbogen-Fest und Chameradschafts-Fest
In die Stadthalle hatte der Volksfestverein die Drei bestellt, die die ersten Plätze beim Wettbewerb zur Namensfindung belegt hatten. Das neue Fest dauert zehn Tage – vom 8. bis 17. Mai. Und das heißt jetzt wie? Nun ja, es hätte hundert Namen haben können. Chamland-Fest, Chameradschafts-Fest, Chamland-Gaudi, Chamer Dult, Chamer Wiesn, Kampl-Fest, Regenbogen-Fest, Begegnungs-Fest, Graf Luckner-Fest... Der Volksfestverein hat getagt und Vorsitzender Christian Plötz teilte die einstimmige Entscheidung gemeinsam mit Josef Kappenberger und Stefan Raab mit: Das Chamer Volksfest heißt künftig – Tataaa! – Chamer Volksfest!
Der Volksfestverein hat sich von Anfang an die letzte Entscheidung vorbehalten, erinnert Plötz. Er sei begeistert von den vielen Einsendungen: „Da waren bis zu sieben Vorschläge auf den Zetteln.“
Drei Ideengeber erhielten Preise
Am Ende habe dann aber doch die Tradition gesiegt, die es seit 1949 gebe: „Die Leute hätten vermutlich auch bei einem anderen Namen immer gesagt: Wir fahren auf das Chamer Volksfest!“ Davon sei der Verein überzeugt gewesen. Außerdem hat sich schnell herauskristallisiert, dass der Vorsatz „Chamer“ immer gewünscht war. „Es hat auch ganz viele Einsendungen gegeben, die eine Beibehaltung von Frühlingsfest oder Volksfest gefordert haben“, sagt der Vorsitzende.
Für drei Ideengeber gab es anschließend Preise: Platz 1 wurde Daniel Zängl aus Roding zugelost, der für sein „Kampl-Fest“ einen Tisch für acht Personen auf dem Volksfest mit Bier und Brotzeit gesponsert bekommt. Platz 2 (in Abwesenheit) machte Andrea Spindler aus Laichstätt, mit „Chamland-Gaudi“. Sie bekommt eine Führung des zuständigen Feuerwerkers durch das neue Musikfeuerwerk 2026 und darf den Startknopf drücken. Platz 3 machte das Ehepaar Elisabeth und Stefan Schönberger. Für die Vorschläge „Chamland-Fest“ und „Chameradschafts-Fest“ gab es zwei Kästen Hofmark-Festbier.