Die Rötzer Fasenacht für Insider: So ist man bestens auf die närrische Zeit vorbereitet

Der Faschingsdienstag kommt mit großen Schritten näher, bald ist alles angerichtet für die Althistorische Rötzer Fasenacht. Fasenachts-Präsident Frank Gazinski hat ein paar Tipps verraten, wie man sich gut vorbereitet in das bunte Faschingstreiben stürzen kann.
■ Warum man sich auch als „Auswärtiger“ die Faschingszeitung kaufen sollte: Vor allem die Rötzer kennen natürlich die Leute, über die in der Faschingszeitung geschrieben wird. Aber auch für alle anderen werden die Geschichten amüsant zu lesen sein. Unter anderem die Kommunalpolitik wird im Wahljahr natürlich behandelt, verrät Gazinski. Die diesjährige Ausgabe hat vier Seiten mehr als letztes Mal und kostet weiterhin vier Euro. Weil die Einnahmen für den guten Zweck sind, geben die meisten im Rahmen einer Spende mehr.
■ Wie man sich für die Fasenacht richtig kleidet: Auf jeden Fall warm anziehen unter dem Kostüm, rät der Fasenachts-Präsident, denn für den Faschingsdienstag sind Schneefall und Kälte angekündigt. Zwar kommen nicht alle Zuschauer kostümiert zum Faschingszug, aber je bunter und vielfältiger sich auch die Zuschauer kleiden, desto schöner natürlich, so Gazinski.
■ Wie man sich im Vorfeld auf die Fasenacht einstimmen kann: Mit Hilfe von KI hat der Gazinski die Fasenachts-Hymne „Oh Rötzer Fasenacht“ erstellt. Den gut drei Minuten langen Ohrwurm findet man, mit Bildern der Fasenacht 2024 hinterlegt, bei Youtube, und beim Mitsingen und Anschauen des Videos dürfte die Vorfreude auf den Faschingsdienstag sicherlich noch weiter steigen.
■ Wann man am besten vor Ort ist: Es werden wieder rund 25 000 Besucher zur Althistorischen Rötzer Fasenacht erwartet, wobei auch das ein wenig wetterabhängig sein werde, so Gazinski. Deshalb rät er, so weit es geht, Fahrgemeinschaften zu bilden und möglichst zeitig vor dem Faschingszug vor Ort zu sein. Ab 13 Uhr ist der betreffende Bereich abgesperrt, die Feuerwehr übernimmt die Einweisung der Fahrzeuge. Vom Parken auf den Wiesen wird abgeraten – zu matschig.
■ Wo die besten Plätze sind, um eine möglichst gute Sicht auf den Zug zu haben: Alle Plätze entlang der Zugstrecke seien im Grunde gut, so Gazinski. Direkt in der Ortsmitte ist natürlich am meisten los, wer den Trubel liebt, ist dort am besten aufgehoben. Wer es ein wenig ruhiger mag, der kann sich eher Richtung Ortsausgang, in Höhe des Fürstenkastens oder bei der Kirche St. Salvator positionieren.
■ Was die Verpflegung angeht: Es gibt mehrere Stände in der Stadt verteilt. Eine Idee von Michaela Hettler: Wer mag, kann einen eigenen Becher mitbringen, wenn ausgeschenkt wird, und so helfen, Müll zu vermeiden.
■ Worauf man beim Zug ein besonderes Augenmerk haben sollte: Alle Gruppen haben tolle Themen und sind ein Augenschmaus, sagt der Fasenachts-Präsident. Harald Utz-Dötsch, der als Fasenachts-Urgestein schon seit 1968 aktiv mit dabei ist, obwohl er seit 40 Jahren in Nürnberg lebt und arbeitet, verrät, dass er mit seiner Gruppe diesmal den englischen Hochadel darstellt: „Das englische Königspaar Charles III und seine Camilla“ werden mit Page und Tafelträger die Zuschauer in Rötz erfreuen.
■ Warum man nach dem Faschingszug nicht heimfahren, sondern unbedingt zum Ausspielen bleiben sollte: Zum einen würde man dann den Auftritt der Rötzer Faschingsgarde in ihren neuen Kostümen verpassen. Zum anderen sind die Ausspielstücke, die eines der Herzstücke der Fasenacht sind, nicht nur für Hiesige richtig lustig.
■ Wohin man nach dem Ausspielen geht: Zuerst ist Party auf dem Marktplatz, dann geht es im Fürstenkasten und in den Wirtshäusern weiter, wo auch überall ausgespielt wird. Mit der Band Cooltis wird Stimmung im Fürstenkasten garantiert; wer es lieber etwas ruhiger angehen lässt, ist in den Wirtshäusern bestens aufgehoben.
■ Ob sich, wer kann, den Aschermittwoch frei nehmen sollte? Wenn man die Party am Faschingsdienstag Abend mitnimmt – unbedingt!
Das Programm am Faschingsdienstag: Ab 9 Uhr Verkauf der Faschingszeitung; 13.15 Uhr Standkonzert am Marktplatz mit dem Spielmannzug „Grenzfähnlein“; 14 Uhr großer Faschingszug durch die Stadt; anschließend auf dem Marktplatz: Auftritt der Garde, Ausspielen auf der Bühne, große Faschingsparty; in allen Wirtshäusern: Ausspielen und Faschingstreiben; Kehraus im Fürstenkasten