Abens soll bei Schwaighausen renaturiert werden

Von Wolfgang Abeltshauser · 13. Februar 2026 um 05:00

In der jüngsten Bauausschusssitzung drehten sich die Gespräche und Debatten nicht zuletzt um den Abensberger Ortsteil Schwaighausen. Im Bereich des Dorfes soll eine alte Abensschleife wiederbelebt werden. Außerdem ging es um Themen wie Wohnen und Verkehr.

Laut Bürgermeister Bernhard Resch (Landwähler Offenstetten) beabsichtigt das Wasserwirtschaftsamt, eine ehemalige Flussschleife an der Abens im Bereich von Schwaighausen zu reaktivieren. Der entsprechende Geländebereich befindet sich im Eigentum der Kommune, sagte der Rathaus-Chef in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung. Deshalb musste das Gremium der Maßnahme zustimmen - dies geschah auch.

Ziel des Vorhabens sei, eine historische Flussschleife wieder anzubinden, um die Abens ökologisch aufzuwerten und die Gewässerstruktur zu verbessern. Durch die Maßnahme werde zusätzlicher Retentionsraum geschaffen. Das bedeutet, bei Hochwasser gibt es mehr Platz für das Wasser, sich auszubreiten, ohne Häuser zu gefährden. Außerdem seien laut Wasserwirtschaftsamt positive Auswirkungen auf den Naturhaushalt, die Biodiversität und die Gewässerdynamik zu erwarten.

Flussmeisterstelle übernimmt die Planungen

Planung und Umsetzung werde die Neustädter Flussmeisterstelle übernehmen. Die Arbeiten sollen demnach Ende August stattfinden. Bäume sollen dem Projekt nicht zum Opfer fallen. Notwendiger Rückschnitt von Sträuchern würde außerhalb der Vegetationsperiode erfolgen. An Regentagen sowie bei nassem Untergrund findet laut Bürgermeister kein Baustellenbetrieb statt. Eine Diskussion zum Thema entstand in der Sitzung keine. Sebastian Kneitinger (CSU) befand: „Das hört sich doch positiv an.“

Gremiumsmitglied Dagmar Kellner (fraktionslos) brachte anschließend das Thema Verkehr in Schwaighausen ein. Sie monierte, dass die Ortseinfahrt relativ schmal sei. Resch antwortete darauf, dass diese mittlerweile mehrfach in Augenschein genommen worden ist. Das Ergebnis dieser Kontrollen sei, dass die Straße nach den Regeln der Technik gebaut worden ist. Außerdem regte sie an, Gehwege abzusenken. Den derzeit würden Autos, noch dazu in Kreuzungsbereichen, auf der eben schmalen Straße parken.

Parken im Kreuzungsbereich ist verboten

Bei abgesenkten Gehwegen sei dafür mehr Platz. Bauamtsleiter Peter Schmid erwiderte, dass man sich seinerzeit ganz bewusst für Hochborde entschieden habe - um für die Fußgänger mehr Sicherheit zu haben. Und Parken im Kreuzungsbereich sei ohnehin nicht erlaubt, er schlug vor, in solchen Fällen Fotos zu machen und die Sache bei der Polizei zur Anzeige zu bringen. Resch kann sich auch vorstellen, dort Kräfte der kommunalen Verkehrsüberwachung vorbeizuschicken.

In den Augen von Dagmar Kellner ist die Ortseinfahrt nach Schwaighausen sehr eng. - Foto: Wolfgang Abeltshauser

Außerdem wurde in der Sitzung die Frage formuliert, ob den der Verkauf der Baugrundstücke im Baugebiet Schwaighausen gut laufe. Konkrete Zahlen ließ sich der Bürgermeister bei dem Thema nicht entlocken. Seine Beschreibung lautete: „Wir sind zufrieden.“ Es gebe aber noch freie Grundstücke, die man in einem zweiten Anlauf anbieten wolle.

Baugebiet Sandharlanden West füllt sich

Das Baugebiet Sandharlanden West füllt sich auch. So hatte der Bauausschuss gleich zwei Bauanträge von dort auf dem Tisch liegen, die das grüne Licht seitens des Gremiums auch erhielten. Es ging dabei jeweils um eine Doppelhaushälfte mit zugehöriger Garage. In einem Fall werde die Baugrenze laut Schmid geringfügig überschritten. Die sei aber im Bebauungsplan eigentlich zu schmal festgelegt worden. So könne man kein Haus sinnvoll auf die Parzelle stellen. Und so waren alle einig, hier eine Ausnahme von den Vorgaben zu erlauben.

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Ohne Probleme stimmte das Gremium für den Antrag, beim Straßfeld ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage zu errichten. Da die Zufahrt über einen privaten Weg erfolgen soll, sind laut Beschluss die Zufahrts- und Leitungsrechte grundbuchrechtlich zu sichern. In der Au im Ortsteil Sandharlanden soll ein altes Gebäude abgebrochen werden, um ein neues Einfamilienhaus mit Garage zu bauen. Vorgabe der Stadt sei, auf die Garage ein Gründach zu setzen.

Bürgerbus ist gut angelaufen

Fritz Zeilbeck (Landwähler Offenstetten) fragte nach, wie denn der Betrieb des Bürgerbusses angelaufen sei. Resch zeigte sich hier sehr zufrieden. Beim zweiten Einsatztag habe es immerhin 18 Fahrgäste gegeben. Damit könne man schon leben. Die Rückmeldungen der ehrenamtlichen Fahrer seien durchweg positiv. In dem Zusammenhang sprach Kellner das Projekt der Mitfahrbankerl an, die seit einiger Zeit aufgestellt sind. Derzeit wüssten in ihren Augen noch zu wenig Abensberger davon. Sie schlug vor, dafür parallel zum Bürgerbus Werbung zu machen.

Resch sagte das zu. Er berichtete, dass sich derzeit die Mobilitäts-Arbeitsgruppe noch einmal mit dem Thema befasse. Denn es stünden noch nicht alle Bankerl am optimalen Standort.