Faschingszug in Schwandorf: Fünf Patienten, friedliche Narren und etliche Falschparker

Von Martin Kellermeier · 8. Februar 2026 um 19:13

Viel war im Vorfeld des Ostbayerischen Faschingszugs in Schwandorf auch über Sicherheitsfragen gesprochen worden. Nach der Großveranstaltung zogen die Verantwortlichen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst am Sonntagnachmittag Bilanz.

Die Polizei war mit einem größerem Aufgebot vor Ort in Schwandorf, um den Umzug abzusichern. Neben etlichen Kräften der örtlichen Inspektion kamen auch Beamte des Einsatzzuges Amberg sowie Drohnenpiloten der Verkehrspolizeiinspektion Amberg und der Grenzpolizeiinspektion Waidhaus zum Einsatz. Letztere lieferten mit ihren Drohnen Livebilder vom Faschingszug. Diese wurden in Echtzeit in die Einsatzzentrale übertragen, die im Feuerwehrgerätehaus an der Ettmannsdorfer Straße eingerichtet wurde. „Die Drohnen haben sich absolut bewährt“, konstatierte Schwandorfs Polizeichef Stefan Amann.

Zum Nachlesen: Ostbayerischer Faschingszug in Schwandorf – Die ganze Party im Liveticker

Die Polizei schätzte, dass etwa 17.000 Besucher den Faschingszug am Straßenrand mitverfolgt haben. Ausschreitungen oder Straftaten, die in einem Bezug zum Faschingstreiben stehen könnten, wurden bis Sonntagnachmittag nicht bekannt. „Teilnehmer und Zuschauer haben friedlich gefeiert“, berichtete Polizeihauptkommissar Amann.

Gesperrte Bahnstrecke hatte kaum Auswirkungen

Neben dem Schutz der Veranstaltung kümmerte sich die Polizei auch darum, dass der Verkehr nicht zum Erliegen kommt. Ein Vorfall auf der Bahnstrecke Schwandorf-Regensburg sorgte glücklicherweise für keine größeren Auswirkungen auf den Faschingsumzug. Für Bahnfahrer kam es lediglich zu geringeren Wartezeiten, sagte Schwandorfs Polizeichef.

Ein Ärgernis gab es aber dennoch. Vor Beginn des Umzugs mussten Polizisten zusammen mit dem Außendienst Ordnungsamt rund 30 Verkehrsteilnehmer verwarnen. Sie hatten ihre Fahrzeuge trotz Halteverbotsbeschilderung entlang der Zugstrecke geparkt. In einem Fall musste ein Auto sogar abgeschleppt werden, so Polizeihauptkommissar Amann.

Feuerwehr war mit 50 Aktiven im Einsatz

Vonseiten der Feuerwehr sprach Stadtbrandinspektor Klaus Brunner von „einem Nachmittag ohne nennenswerte Probleme“. Etwa 50 Aktive der Feuerwehren Kronstetten, Dachelhofen, Ettmannsdorf, Krondorf-Richt und Schwandorf waren im Einsatz. Sie kümmerten sich vor allem um die Verkehrsregelung und die Absperrungen. In der Feuerwache Schwandorf wurde von 11 bis 19 Uhr eine Einsatzbereitschaft mit neun Aktiven vorgehalten. „Sie hätten im Einsatzfall sofort ausrücken können“, erklärte Brunner im Gespräch mit der MZ.

Johanniter versorgten fünf Personen – Ein Patient kam ins Krankenhaus

Die Johanniter standen mit 35 Einsatzkräften und 18 Fahrzeugen parat, um im Ernstfall schnelle Hilfe leisten zu können. Wie Einsatzleiter Daniel Herzberg gegenüber der MZ berichtete, mussten insgesamt fünf Personen medizinisch versorgt werden. Eine Patient wurde zur Weiterbehandlung in ein umliegendes Krankenhaus gebracht. „Der Einsatz ist für uns sehr ruhig und diszipliniert abgelaufen. Unsere Helfer konnten sogar den Zug etwas genießen“, sagte Herzberg.