Apollonias Schildergarten im Obermünsterviertel in Regensburg

Im Obermünsterviertel tut sich einiges, darüber informiert die Stadt die Bürger mit etlichen Schildern. Mehrere davon hängen an „Apollonias Garten“, der ehemaligen Grünen Oase, den die Stadt als Treffpunkt ohne Konsumzwang schuf.
Dort wird erklärt, dass die gelben Stühle täglich bis 18 Uhr in die Gitterkästen geräumt werden müssen, wo sie sich wegen der Kälte derzeit ohnehin ganztägig befinden. Apollonias Garten ist übrigens aktuell vor allem stahlgrau. Das Blätterdach, das entstehen soll, ist an den Gerüsten kaum zu erahnen. Was hat nun Apollonia mit dem Ganzen zu tun? Handelt es sich um die Heilige Apollonia, die bei Zahnschmerzen angerufen wird und als Schutzpatronin der Zahnärzte gilt? Will die Stadt den Autofahrern im verkehrsberuhigten Areal zurufen: Hier durchzufahren, diesen Zahn ziehen wir Ihnen? Zahnmediziner praktizieren in der Nähe, aber die Garten-Apollonia schützt sie nicht. Auch das wird im städtischen Schilderwald erklärt: Der Stahl-Garten ist benannt nach Apollonia Diepenbrock, die hier einmal ein „Haus für Frauen“ betrieb, gefunden wurde dieser Name in einer Online-Abstimmung im Herbst.
Es gibt hier wohl nur eine Sache, die mangelhaft, weil gar nicht beschildert ist: die Sperrung der Straße für den Durchgangsverkehr. Aber Hauptsache, der Rest ist klar.