Witt-Gruppe aus Weiden will 229 Stellen streichen

Die Witt-Gruppe mit Hauptsitz in Weiden will 229 Jobs abbauen – ein weiterer Tiefschlag für die Oberpfalz. Die Entscheidung stößt bei der Gewerkschaft auf Unverständnis.
Statt betriebsbedingter Kündigungen hat sich die zur Otto Group gehörende Witt-Gruppe entschlossen, 128 Mitarbeitenden Aufhebungsverträge sowie weiteren 101 Beschäftigten Altersteilzeit oder Frühverrentung anzubieten. Betroffen ist neben Karlsruhe (Marke Heine), Frankfurt (sheego) sowie den 110 Handelsfilialen im süddeutschen Raum vor allem das oberpfälzische Weiden, wo von den aktuell 3700 Mitarbeitern 2700 tätig sind.
Auf Unverständnis stößt dieser Personalabbau auf Gewerkschaftsseite. Christin Rappl von Verdi jedenfalls ist überzeugt, dass es zweifellos „sozialverträglichere Lösungen“ gebe. Aus Sicht der Gewerkschaft wären Maßnahmen der Qualifizierung oder andere Arbeitszeitmodelle der bessere Weg.
Das Unternehmen dagegen, das für 2024/25 noch ein Umsatzwachstum von 5,1 Prozent auf 1,257 Milliarden Euro verkündigt hatte, möchte laut Sprecherin Judith Weigl mit diesem „Trennungsangebot“ betriebsbedingte Kündigungen vermeiden: „Dies ist auch das Ergebnis der Verhandlungen mit dem Betriebsrat.“ Kosten einzusparen sei notwendig, um zukunftsfähig zu bleiben.