Nachfrage an Stellplätzen im Parkhaus in Bad Kötzting übersteigt das Angebot

In der Sitzung des Stadtrates ging es am Dienstag längere Zeit darum, wie das stetig wachsende Gebäude des neuen Parkhauses in der Innenstadt nach Fertigstellung belegt und – an diesem Abend besonders wichtig – zukunftsfähig gemacht werden soll.
Zu diesem Punkt war Florian Riedl von den Bayernwerken als Referent eingeladen worden. Konkret ging es darum, wie die Bayernwerke die 300 kW Leistung, über die das Gebäude verfügt, zukunftsfähig auf die 99 Stellplätze verteilen kann.
39 Stellplätze werden für Anwohner bereitstehen
Konkret ging es zum einen darum, wie viele Stellplätze öffentlich, und wie viele an Anwohner fest vermietet werden sollen. Die unteren beiden der fünf Ebenen und damit 39 Stellplätze sollen vermietet werden, so die Entscheidung des Stadtrates – und die Nachfrage übersteige schon jetzt das Angebot, wie Stadtbauamtsleiter Christian Kopf erklärte.
Wie viele von denen schon zum Start mit einer E-Ladesäule versehen werden, das sollen die Mieter entscheiden. Von den übrigen 60 Stellplätzen sollen zu Beginn vier mit einer Ladesäule versehen werden, wobei Schnelllader nicht vorgesehen, da sie zu teuer und zu wenig nachgefragt seien. Wichtig sei, dass es sich um ein „wachsendes System“ handele, das bei zu erwartendem steigendem Bedarf immer weiter ausgebaut werden könne. Refinanziert würden die Investitionen über die Marge am Preis für die Kilowattstunde, die die Stadt für sich selbst festlege. Bei den öffentlichen Parkplätzen seien Gesamtpreise zwischen 50 und 60 Cent üblich, so Riedl. Die an privat vermieteten sollten günstigere Tarife aufweisen, da sie in der Regel ja auch an Anwohner vergeben würden, die üblicherweise über sonst keine andere Lademöglichkeit verfügen würden.
Mit Blick auf die Sanierungspläne für die „Alte Metzgerei“ wurde anschließend der Grundsatzbeschluss gefällt, dass der eingeschlagene Weg gemeinsam mit den Fördermitteln des Bayerischen Bauministeriums weiter beschritten werden sollte. Nach vielen Jahren der Vorbereitung liegen die Planfeststellung für den teilweisen Ausbau der Straße zwischen Bad Kötzting und Steinbühl vom 10. bis 23. Februar im Rathaus zur Einsicht im Bauamt auf. Nach Ablauf der Klagefrist in rund vier Wochen könnten die Pläne rechtskräftig werden, so Kopf. Mit einem Baubeginn sei aber nicht mehr in diesem Jahr zu rechnen.
Für den geplanten Bau einer Physiotherapiepraxis samt Hackschnitzelanlage an der Hauserstraße wurde der Bebauungsplan abgeändert und an dieser Stelle in „urbanes Wohnen“ umgewandelt.
Ortsteil Grub bekommt einen Gehweg in Richtung Stadt
Außerdem wurde in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen, für 22 000 Euro eine neue kabellose Beschallungsanlage etwa für den Einsatz am Pfingstmontag sowie eine weitere kleinere für Weihnachtsmarkt, Kurpark und ähnliche Einsätze für gut 4000 Euro von der Firma Striever in Cham zu kaufen. Weitere 100 000 Euro werden für die Video als auch die Ausleihe- und Rückgabetechnik in der Bibliothek beim neuen Parkhaus fällig – 50 Prozent dieser Summe finanziert die Landesfachstelle für Bibliothekenwesen.
Gute Nachrichten gab es auch für die Anwohner von Grub: Entlang der Staatsstraße nach Steinbühl wird im Zuge von Entwässerungsarbeiten ein Wirtschaftsweg geschaffen, der nach seiner Fertigstellung den Ortsteil mit dem weiter stadteinwärts bereits bestehenden Gehweg verbinden wird.
Parkplätze nur für Lehrer
■ Stadträtin Carola Höcherl-Neubauer gab die Bitte von Schülern weiter, die an sie herangetragen worden war. Nachdem kürzlich 18 Stellplätze unterhalb der Dreifachturnhalle als reine Parkplätze für Lehrer ausgewiesen worden waren, sei aufgefallen, dass diese nicht voll belegt würden. Würde dann nicht auch die Hälfte der Plätze reichen?

■ Bürgermeister Markus Hofmann erklärte, dass diese Regelung auf Wunsch der Schulen erst vor wenigen Tagen getroffen worden sei und nicht sofort wieder geändert werde. Er verwies auf immer wieder auftretende Beschwerden rund um den Schulhügel und darauf, dass ohnehin viel mehr Lehrer und auch Schüler freie Flächen am Jahnplatz nutzen sollten. (wf)