Verein träumt von Straßenbahn-Comeback in der Regensburger Maximilianstraße

Die Straßenbahn ist in Regensburg nicht wohlgelitten, das zeigte der Bürgerentscheid im Mai 2024 – anders sieht es mit der historischen Tram aus. Die tuckert derzeit in der Guerickestraße und erfreut sich durchaus großer Beliebtheit. Die Interessengemeinschaft Straßenbahn Regensburg hat allerdings große Pläne: Bald soll die Tram wieder durch die Maximilianstraße zuckeln.
Das schreibt der Verein in einer Pressemitteilung. „Dabei geht es ausdrücklich nicht um den Bau einer modernen Straßenbahn, sondern um die sichtbare Rückkehr eines einzigartigen historischen Kulturguts, das über Jahrzehnte das Stadtbild prägte und heute als rollendes Denkmal, touristisches Highlight und Impulsgeber für die Innenstadt neue Wirkung entfalten könnte“, heißt es dort. Die Maximilianstraße sei „eine der größten städtebaulichen Problemzonen Regensburgs“. Leerstände, sinkende Besucherzahlen und ein schleichender Bedeutungsverlust prägten das Bild.
Traum von der Tram: Gleis vom Regensburger Hauptbahnhof zum Dom?
Genau dagegen soll die Tram helfen, findet IG-Chef Jan Mascheck. „Man könnte ein Gleis vom Hauptbahnhof zum Dom verlegen“, sagt er. Das soll im Zuge einer dringend nötigen Renovierung des Straßenzugs geschehen. Neu ist die Idee beileibe nicht. Seit Jahren fordert die Interessengemeinschaft Straßenbahn ein Comeback – zum Kommunalwahlkampf wagt sie nun einen erneuten Anlauf.
Mitunter findet der Verein mit seiner Idee auch Anklang in der Politik. Die IG zitiert in ihrer Pressemitteilung zahlreiche Politiker, die die Projekte der Straßenbahnfreunde zitieren. Konkret die Maxstraße erwähnt allerdings nur Christian Janele (OB-Kandidat vom CSB). Er wird zitiert mit: „Gerne unterstütze ich Sie auch bei der Suche nach einer touristischen Route, die vom Bahnhof bis zum Dom führt und Besucher sowie Einheimische gleichermaßen begeistert.“ Brücke-Kandidat Thomas Thurow wird wie folgt zitiert: „Die Vision endet aber eigentlich erst, wenn wir die Tram auch in der Altstadt wieder sichtbar machen. Andere europäische Städte haben es uns vorgemacht.“ Auch der Verein „Regensburger Kaufleute“ um Modehändler Armin Gebhard spricht sich für das Projekt aus.
Das Projekt soll in etwa eine Million Euro kosten, schätzt Mascheck. Zahlen solle die Stadt, womöglich unterstützt von Fördergeldern. Das könne sich am Ende rentieren, ist sich der Vereinsvorsitzende sicher. Die Bahn könne ein Touristenmagnet werden. „Die Politik muss es wollen.“