26 Inszenierungen aus Bayern reisen zu den Theatertagen nach Regensburg

Von Mittelbayerische Zeitung · 4. Februar 2026 um 11:21

Die Jury schaute sich über Monate hinweg viele Produktionen unterschiedlichster Bühnen an, jetzt steht die Auswahl. Das Festival von 8. bis 25. Mai steht unter dem Motto „Vielfalt leben“.

Theater satt: Regensburg ist im Mai Gastgeber der 40. Bayerischen Theatertage. Eine Fülle an Inszenierungen sind zu sehen, Motto: „Vielfalt leben“. 26 Gast-Produktionen sind von 8. bis 25. Mai an unterschiedlichen Bühnen zu sehen. Eine Zeittafel gibt es noch nicht, wann der Vorverkauf startet, ist offen.

Die siebenköpfige Jury schaute sich vier Monate lang landesweit Produktionen an und traf eine Auswahl, teilt Andrea Hoffmann, Sprecherin des Theaters, mit. Im Jubiläumsjahr des Festivals sind erstmals alle Sparten beteiligt: Schauspiel, Musiktheater, Junges Theater, Tanzperformance, Figuren- und Digitaltheater sowie eine inklusive Produktion.

Das Gros der Inszenierungen ist Sprechtheater

Beim Gros der 26 Inszenierungen, die aus ganz Bayern nach Regensburg reisen, handelt es sich um Sprechtheater: „Kafkas Erzählungen nach Franz Kafka“ (Theater Bamberg), „Atmen“ von Duncan Macmillan (Landestheater Coburg), „Die Erbschaft“ nach Motiven von Shakespeares „König Lear“ (Landestheater Dinkelsbühl), „Mutter Courage“ von George Tabori (Theater Kempten), „Prima Facie“ von Suzie Miller (Theater Schloss Maßbach), „...oder kann das weg?“ (Bayerische Theaterakademie August Everding), „Bevor ich es vergesse“ nach dem Roman von Anne Pauly (Münchner Kammerspiele), „Heartship“ von Caren Jeß (Residenztheater, München), „Unser Mann in Havanna“ von Graham Greene, adaptiert von Clive Francis (Gostner Hoftheater Nürnberg), „Rufmord“ nach dem Drehbuch von Claudia Kaufmann und Britta Stöckle (Landestheater Schwaben), „Bilder deiner großen Liebe“ von Wolfgang Herrndorf in der Bühnenfassung von Robert Koall (Theater Wasserburg) und „Das schweigende Klassenzimmer“ von Dietrich Garstka, in einer Fassung von Barbara Bily (der künftigen Regensburger Schauspiel-Direktorin) und Anna Stiepani (Mainfrankentheater Würzburg).

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Vier Werke aus dem Musiktheaterbereich sind zu erleben: Das Theater Hof schickt „Die Tagebücher von Adam und Eva“, das Musical von Marc Seitz und Kevin Schroeder nach dem Roman von Mark Twain nach Regensburg. Die Theaterakademie August Everding ist an Bord mit „F(l)amme Fatale: Die Frau in den Flammen unserer Gesellschaft“. Das Landestheater Niederbayern zeigt mit „Trial by Jury / Gianni Schicchi“ einen juristischen Operndoppelabend. „Seele für Seele“, das Musical von Frank Nimsgern und Birgit Simmler, kommt als Koproduktion der Luisenburg-Festspiele Wunsiedel und des Festspielhauses Neuschwanstein zum Festival.

An zwei Terminen ist Tanz zu erleben: „Grey“ von Sophie Haydee Colindres Zühlke und Serhat Saïd Perhat vom Münchner Volkstheater und „Natura“, eine Tanzperformance von Zinada München.

Das Netzwerk Münchner Theatertexter*innen gastiert mit der Performance „The Loom of it All“. Als Beitrag aus der Sparte Digitaltheater zeigt das Staatstheater Augsburg „Wonderland Ave“, von Sibylle Berg, als hybride Inszenierung mit VR-Brillen.

Die Theatertage bieten ein „Kaleidoskop bayerischen Bühnenschaffens“, sagt Andrea Hoffmann. Abgerundet wird das Festival zahlreichen Zusatzveranstaltungen. Das Theater Regensburg selbst beteiligt sich mit mehreren Produktionen aus dem Spielplan und hat zum Auftakt-Wochenende des Festivals außerdem drei Premieren im Programm: die Oper „Shining“ von Pulitzer-Preisträger Paul Moravec, den Doppelabend „Die Schmutzigen Hände / Die Gerechten“ von Jean-Paul Sartre und Albert Camus und „Das Leben ist ein Wunschkonzert“ für Publikum ab acht.