Iraner demonstrieren in Regensburg gegen Mullah-Regime – auch Israel-Flaggen zu sehen

Ihr Ziel ist klar: Freiheit für den Iran. Rund 200 Menschen demonstrierten am Sonntagnachmittag auf dem Regensburger Domplatz gegen das islamische Regime.
Die Demonstranten schwenkten zahlreiche Flaggen, darunter auch welche, auf denen das Wappen des Schahs zu sehen war. Die Königsdynastie wurde 1979 durch die islamische Revolution gestürzt. Seither herrscht im Iran ein Regime. Gegen dieses gibt es in dem nahöstlichen Land seit einigen Wochen Demonstrationen.
Die Kundgebung auf dem Domplatz signalisierte ihre Solidarität mit den Menschen im Iran, die gegen das Mullah-Regime auf die Straße gehen. Bei der Kundgebung am Sonntag waren auch zahlreiche Bilder von Reza Pahlavi zu sehen, dem Sohn des gestürzten Schahs.
Demonstration in Regensburg: Mullah-Regime im Iran ist „der absolute Horror“
Ziel sei eine Rückkehr des Schahs, sagten die Veranstalter am Rande der Demo zur MZ. Das Mullah-Regime müsse endlich weg. Das Vorgehen der Islamischen Republik sei „der absolute Horror“. Man sei dem Westen dankbar für die Unterstützung. Das wurde auch mit Blick auf die Flaggen, die geschwenkt wurden, deutlich. Es waren neben Fahnen der USA auch welche von Israel zu sehen. Das ist insofern bemerkenswert, als der jüdische Staat als Erzfeind des iranischen Regimes gilt.
Die Demonstrationen im Westen hätten bereits Wirkung gezeigt, sagte einer der Veranstalter. Die EU setzte die iranischen Revolutionsgarden unlängst auf eine Terrorliste. Das sei auch ein Ergebnis der Kundgebungen in ganz Europa.
Appell an Deutschland bei Demonstration in Regensburg: Schaut nicht weg
Eine Sprecherin betonte bei der Demonstration, dass die islamische Republik kein normaler Staat sei. Es handele sich um ein gewaltbereites System. Die wichtigste Säule sei die Revolutionsgarde. „Diese Organisation ist verantwortlich für die innere Repression und Menschenrechtsverletzungen.“
In ihrer kurzen Rede richtete sie auch einen Appell an die deutsche Staatsspitze. „Alle Verbindungen mit den Revolutionsgarden müssen gründlich überprüft werden.“ Alle Fälle von Menschenrechtsverletzungen und organisierter Gewalt müssten vollständig dokumentiert werden, damit nach dem politischen Übergang eine rechtliche Aufarbeitung von einem unabhängigen Gericht möglich sei. „Schweigen gegenüber Terrorismus ist keine Neutralität, es ist Verantwortungslosigkeit.“ Man erwarte von Deutschland und der ganzen freien Welt, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen.
Im Anschluss an die Kundgebung auf dem Domplatz zogen die rund 200 Demonstranten zum Regensburger Hauptbahnhof. Dabei wurden sie von Polizisten begleitet. Man sei den Beamten dankbar für den Schutz, sagte einer der Veranstalter und betonte, dass die oberste Maxime sei, friedlich zu bleiben.