Premiere mit Signalwirkung in Cham: Inklusiver Maskenball begeistert 160 Gäste

Was für ein Abend! Was für eine herzliche Stimmung! Die Offene Behindertenarbeit (OBA) und die Koordinierungsstelle Landkreis Cham inklusiv und barrierefrei hatte sich auf das Experiment einen inklusiven Maskenball zu organisieren eingelassen. Der Rotary Club und die Stadt Cham hatten sie als Kooperationspartner an ihrer Seite.
Und was soll man sagen? Die Veranstaltung war von so einer Herzlichkeit geprägt. Menschen mit und ohne Behinderung brachte dieser Maskenball an diesem Abend zusammen. Mit Erwin und die Heckflossen hatten die Veranstalter eine Partyband gewinnen können, die es von Beginn an verstand, auf der Tanzfläche Barrieren abzubauen und dass die Behinderungen in den Hintergrund traten. Da tanzte der Fliegenpilz mit dem heimischen Fleckvieh und der Schlumpf mit der Banane.
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Das Team um Tamara Kager hatte alles super vorbereitet und empfing die Gäste im Charleston Look an der Tür und begleitete sie auf die Plätze. Das Ziel, ein selbstverständliches Zusammenleben und die Wertschätzung unterschiedlicher Fähigkeiten zu fördern wurde an diesem Faschingsabend mehr als erreicht.
Mit einem kräftigen „Muh Muh“, begrüßte die stellvertretende Landrätin als heimisches Fleckvieh ohne Ohrmarke die 160 Ballbesucher. „Ich freue mich riesig, bei so einer ganz besonderen Veranstaltung als Gast dabei sein zu können. Hier wird Inklusion wirklich gelebt“, so Etti. Bürgermeister Martin Stoiber bedankte sich bei allen Ideengebern und Organisatoren.

Die ausverkaufte Veranstaltung verdient absolute Wertschätzung. Man fühle sofort, dass es an diesem Abend keine Barrieren gebe und so etwas sollte fortgeführt werden. Wie Tamara Kager uns erzählte, war sie so aufgeregt, dass sie vorher noch eine halbe Tafel Schokolade vernaschte.
Hier wird Inklusion wirklich gelebt.Dr. Johanna Etti, stellvertretende Chamer Landrätin
Man merkte ihr die Erleichterung an, als sich nach einem “Bühne frei„ die Tanzfläche innerhalb von Sekunden füllte. Immer wieder fragte die Band: „Wo sind die Hände?“ Und zu „Atemlos“ und „Wär ich ein Möbelstück“ steppte der Bär im Saal des Hotels am Regenbogen. Hier kann man tatsächlich nicht davon nach dem Motto berichten „Je später der Abend, desto größter die Stimmung“. Nein, es war von Beginn an eine richtige Faschingsstimmung und eine so große Herzlichkeit zwischen den behinderten und unbehinderten Gästen zu spüren, dass man sich tatsächlich wünscht, dass so etwas im Alltag auch gepflegt würde.

Als Höhepunkt des Abends hatte sich die Faschingsgesellschaft Allotria aus Nittenau mit ihrem Prinzenpaar Anja I. und Marcel II. angesagt. Die Garde glänzte mit tänzerischen Einlagen und das Prinzenpaar schwebte mit seinem Prinzenwalzer über die Tanzfläche. Sie freuten sich so sehr, dass sie beim ersten inklusiven Maskenball im Landkreis Cham mit dabei sein konnten, dass sie kostenlos diesen Abend für die Gäste auftraten.
Einige Gäste erhielten für ganz ihr besonderes Engagement, was diesen Maskenball betraf, einen Orden vom Prinzenpaar überreicht. Unter anderem Andreas Förster vom Hotel am Regenbogen und Karin Baumeister vom Rotary Club und die stellvertretende Landrätin Dr. Johanna Etti. Mit Schlagern und Hits tanzten und feierten die Gäste bis weit nach Mitternacht miteinander auf der Tanzfläche. Immer wieder konnte man hören, was für eine total gute Idee dieser war und dass es eine Wiederholung geben soll.
