Warum die Foto-Katja mit ihrem Studio von Falkenstein nach Straubing zieht

Sieben Jahre lang hat Katka Stumbeck die Menschen in ihrem Foto-Studio in Falkenstein (Landkreis Cham) mit der Kamera begleitet. Nun steht der Umzug nach Straubing bevor – aber nicht, weil es ihr in der Marktgemeinde nicht gefallen hätte.
Bei manchen ihrer Kunden ist Katja Stumbeck die „Foto-Katja“, bei anderen ist sie die mit der gelben Couch von Instagram. Name hin oder her – vor ihre Linse kommen sie alle. Doch ihre Tage als Fotografin in Falkenstein sind gezählt: Am Montag beginnt der Umzug. Ihr neues Studio eröffnet sie in Straubing.
„Wenn ich auf einer Hochzeit von der Stimmung der Freunde und der Familie des Brautpaars mitgerissen werde, verschönert mir das meine Arbeit sehr. Anstrengend ist es erst, wenn man um 2 in der Früh ins Bett fällt und merkt, was einem alles wehtut“, erzählt Katja Stumbeck. Künftig will sie sich auf die Bereiche Hochzeit und Familie spezialisieren. Ein Ladengeschäft, in dem sie auch Pass- und Bewerbungsfotos macht wie in Falkenstein, wird es in Straubing nicht geben.
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Von süßen Mittagspausen und großer Verantwortung
Als sich Stumbecks Fotografinnen-Ausbildung dem Ende neigte, stand die Frage im Raum: „Wie soll es eigentlich weitergehen?“ Beinahe zeitgleich kündigten die Tante ihres Vaters und deren Mann an, ihr Fotogeschäft in Falkenstein an den Nagel zu hängen und in Rente zu gehen. Für Stumbeck, die damals 21 Jahre alt war, „der Schubs in die Selbstständigkeit“. Sie sagt: „Ich war sofort angefixt von der Idee.“
Über sechseinhalb Jahre hatte Stumbeck nun ihr Studio mit Ladengeschäft in der Sonnenstraße in Falkenstein. Nur zu gut erinnert sich die Stallwangerin an Mittagspausen, in denen ihre Vermieterin Erna Radewaldt mit selbstgemachten Maultaschen oder Schupfnudeln in der Tür stand, um ihr die Mittagspause zu versüßen.
„Mit den Radewaldts hatte ich immer ein total schönes Verhältnis. Die haben mich gut beraten, vor allem am Anfang“, erinnert sich Stumbeck. Ihre Zeit in Falkenstein behält sie als sehr positiv und wertvoll in Erinnerung. Ihr ist es wichtig, zu betonen: „Ich gehe nicht, weil es mir hier nicht mehr gefällt, sondern weil sich meine Ziele verändert haben.“
Privat schon seit drei Jahren in Straubing
Privat wohne sie „der Liebe wegen“ bereits seit drei Jahren in Straubing. Seit zwei Jahren denkt die Fotografin nun daran, ihre Fotografie zu spezialisieren. Ein neues Studio zu mieten und in Richtung ihrer Wohnung zu ziehen, passt da ins Bild. „Das ist der richtige Weg für mich.“
Für sich selbst einzustehen und sich treu zu bleiben, musste Stumbeck zu Beginn ihrer Selbstständigkeit erst lernen. „Das war eine riesige Herausforderung. Man ist für alles selber verantwortlich. Aber da bin ich gut reingewachsen.“ Sie sei mit ihrem Geschäft erwachsen geworden.

Ihre eigene Chefin zu sein und sich die Woche selbst einteilen zu können, macht ihr dabei am meisten Spaß. Ein Arbeitstag bei Stumbeck beginnt meistens mit einer Tasse Kaffee und den E-Mails im Posteingang. „Wie mein Tagesablauf in Straubing dann aussehen wird, kann ich noch nicht sagen, aber eins ist sicher: Der Kaffee wird auf keinen Fall fehlen“, sagt Stumbeck.
Ein Auftrags-Highlight mit österreichischer Bergkulisse
In der Vorfreude auf ihr neues Studio mit mehr Tageslicht schwingt auch Wehmut mit. Stumbeck sagt: „Ich bin gespannt, wie es mir geht, wenn ich wirklich alles ausräumen muss. Das wird bestimmt hart, weil sich nun ein Kapitel schließt.“
Aus ihrer Falkenstein-Zeit bleibt ihr ein Auftrag besonders in Erinnerung: die freie Trauung eines Paares auf einer Alm. „Die waren aus der Gegend, aber wollten unbedingt in Österreich heiraten, weil sie Berge so gerne mochten.“ Sie durfte diesen besonderen Tag begleiten und mit ihnen und den Gästen in Österreich übernachten. „Da hab’ ich dann wirklich bis zum Ende mitgefeiert.“
Es gibt Paare, die inzwischen zu Familien gewachsen sind, die darf ich schon seit 2019 immer wieder fotografieren. Da wissen die Kinder schon: Wir fahren zur Katja ins Studio. Für die bin ich die Foto-Katja.Katja Stumbeck
Mit einigen ihrer Kunden beginnt genau hier ihre gemeinsame Foto-Reise. „Es gibt Paare, die inzwischen zu Familien gewachsen sind, die darf ich schon seit 2019 immer wieder fotografieren. Da wissen die Kinder schon: Wir fahren zur Katja ins Studio. Für die bin ich die Foto-Katja.“
Und die wird sie auch bleiben – wenn auch ihr Studio ab Mitte Februar in Straubing und nicht mehr in Falkenstein öffnet. Bisher ausgemachte Termine und Shootings behalten ihre Gültigkeit. Ihr altes Studio in der Sonnenstraße in Falkenstein steht dann zur Vermietung. Laut Stumbeck gebe es bereits Interessenten.