Warnstreik am Montag: Stadtbusse in Regensburg fahren nicht – Notversorgung am Uniklinikum

Von Marion Neumann · 30. Januar 2026 um 15:45

Verdi-Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr: Auch in Regensburg ist am Montag, 2. Februar, mit massiven Einschränkungen zu rechnen. Stadtbusse fallen aus. Auch die Länderbeschäftigten legen erneut die Arbeit nieder. Am Uniklinikum sei eine Notfallversorgung gesichert.

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Am Schneechaos liegt es dieses Mal nicht – und doch werden sich diejenigen Regensburger, die mit dem Bus fahren, am Montag nach Alternativen zum ÖPNV umschauen müssen, um von A nach B zu kommen. Wie die Gewerkschaft Verdi am Freitag bekanntgab, wird es zum Start der Woche aufgrund eines Warnstreiks zu massiven Einschränkungen im ÖPNV kommen.

Für die Domstadt bedeutet das konkret, dass im Zeitraum von Montag, 2. Februar, ab 3 Uhr, bis Dienstag, 3. Februar, um 3 Uhr der Stadtbusverkehr entfällt. Wie das Stadtwerk.Mobilität in einer Pressemitteilung schreibt, sind alle Stadtbuslinien betroffen – darunter auch die Schulbus-, Campus- sowie Expressbuslinien. Auf Nachfrage unserer Zeitung heißt es, dass „vereinzelt Subunternehmer“ fahren würden. Es könne jedoch nur ein kleiner Teil der Fahrten bedient werden. Nicht betroffen vom Warnstreik sind hingegen die Regionalbuslinien des RVV.

Warnstreik am 2. Februar: Breite Beteiligung erwartet

Man bedauert, dass durch den Streik Unannehmlichkeiten für die bis zu 90 000 Fahrgäste entstehen, die täglich in den Bussen des Stadtwerks unterwegs sind. Weitere Informationen gebe es auf der Homepage des RVV. „Wir raten, sich über die RVV-App zu informieren und gegebenenfalls auf Alternativen auszuweichen und in jedem Fall mehr Zeit einzuplanen“, teilt Marion Brasseler, stellvertretende Sprecherin des Stadtwerks, mit.

Leider hat uns die Arbeitgeberseite noch kein akzeptables Angebot vorgelegt. Deshalb müssen wir den Druck erhöhen.Alexander Gröbner, Verdi-Geschäftsführer Bezirk Oberpfalz

Auch Verdi äußerte sich am Freitag zu dem Aufruf zu Streiks im kommunalen Nahverkehr. Man hoffe auf Verständnis der Bürger. „Leider hat uns die Arbeitgeberseite noch kein akzeptables Angebot vorgelegt. Deshalb müssen wir den Druck erhöhen“, so Alexander Gröbner, Verdi-Geschäftsführer vom Bezirk Oberpfalz. Jens Gotthardt, verantwortlicher Streikleiter für den ÖPNV, geht davon aus, dass es zu einer breiten Streikbeteiligung der Belegschaft kommt.

Nächste Runde: Auch Länderbeschäftigte wieder im Warnstreik

Am Montag werden auch die Länderbeschäftigten erneut in den Warnstreik treten. Der Streik wird ausgeweitet, nachdem die Arbeitgeber der Länder laut Verdi auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt hatten.

Wie Gröbner erklärt, werden insbesondere Beschäftigte am Wasserwirtschaftsamt, am Staatlichen Bauamt, am Landesamt für Denkmalpflege, an der Universität, der OTH, des Studierendenwerks sowie vom Universitätsklinikum Regensburg bei der nächsten Runde des Warnstreiks teilnehmen.

Nur Notfallversorgung am Universitätsklinikum Regensburg

Der Streik an der Uniklinik kann bis zum 6. Februar andauern. Eine Notfallversorgung sei aber jederzeit gesichert, heißt es von der Gewerkschaft. Dennoch werden die Streiks spürbare Auswirkungen haben: Aufschiebbare Operationen und Behandlungen müssen verschoben werden, die Bettenzahl wird auf einzelnen Stationen reduziert. „Wir bedauern, dass die Arbeitgeber hier blockieren und diese Warnstreiks deshalb notwendig werden. Wir fordern die Arbeitgeber auf, endlich ein tragfähiges Angebot vorzulegen“, so Gröbner.

Für Montagvormittag sind ein Demozug und eine Kundgebung geplant. Auch die Gewerkschaft der Polizei wird erwartet.