Horror-Szenario wie in Berlin möglich? So geht Regensburg bei einem Stromausfall vor

Von Philip Hell · 29. Januar 2026 um 09:00

Auf einmal war der Strom weg – und er kam tagelang nicht wieder: Der Blackout in Berlin Anfang des Jahres sorgte international für Schlagzeilen. Wie ist Regensburg auf so eine Situation vorbereitet?

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Das wollten die Regensburger Grünen wissen und stellten einen entsprechenden Antrag, der am Mittwoch im Verwaltungsausschuss besprochen wurde. Fraktionschef Daniel Gaittet sagte, dass einige Menschen auf ihn zugekommen seien und wissen wollten, ob so ein Szenario auch in Regensburg möglich sei. „Ich glaube, die ehrliche Antwort ist: Ja.“ Absolute Sicherheit könne es nie geben – aber man könne sich vorbereiten. Daher habe man die Verwaltung darum gebeten, zum Stand der Dinge zu berichten.

Angst vor Sabotage: Regensburg Netz GmbH beschränkt Besichtigungen

Wolfgang Haas, Geschäftsführer der Regensburg Netz GmbH, einer Rewag-Tochter, betonte, dass man ein Informationssicherheitsmanagementsystem habe. Teil dessen sei etwa eine Kameraüberwachung und ein neues Schließsystem. Zudem würden regelmäßig Schwachstellen analysiert. Ziel sei es, dass möglichst nicht zu viele Leitungen an einer Stelle zusammenkommen, an der Sabotage leicht möglich sei. Wichtig sei mit Blick darauf eine gewisse Geheimhaltung. „Deshalb sind wir zurückhaltend mit Informationen.“ Aufgrunddessen habe man auch Möglichkeiten zur Besichtigung beschränkt, sagte Haas.

Rechtsreferent Walter Boeckh ergänzte, dass bei einem längerfristigen Stromausfall die „bewährten Strukturen des Katastrophenschutzes“ griffen. Dabei trete eine Koordinierungsgruppe zusammen, bei der zahlreiche Institutionen beteiligt sind. „Diese Player arbeiten nach Notfallplänen.“ In Sachen Vorsorge müsse man freilich auch die Bevölkerung ins Boot holen. Bürger könnten sich auf der Internetseite der Stadt Informationen holen, um im Notfall vorbereitet zu sein.

Für den Fall eines Stromausfalls: Stadt Regensburg kauft weiteres Notstromaggregat

Personalreferent Patrick Veit ergänzte, dass auch die Verwaltung im Fall eines längeren Stromausfalls weiter arbeitsfähig ist. Man habe für einen solchen Fall aufgerüstet und ein weiteres Notromaggregat beschafft. Klar sei allerdings, dass die Stadtverwaltung in einem solchen Fall freilich nicht komplett arbeitsfähig ist. Daher habe man die Leistungen priorisiert.

Rechtsreferent Boeckh betonte, dass die Konzepte immer weiter angepasst würden. Es fänden laufend Übungen und Fortbildungen statt. Im Frühjahr werde in einem Regensburger Krankenhaus etwa ein langanhaltender Stromausfall geübt.