Rettungshubschrauber Christoph 80 fliegt bis 2031 nach Schwandorf

Von Mittelbayerische Zeitung · 28. Januar 2026 um 17:00

Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Oberpfalz-Nord hat den Betreibervertrag mit der DRF Luftrettung über die Stationierung des Rettungshubschraubers Christoph 80 in Weiden verlängert. Damit stellt die Luftrettungsorganisation noch bis mindestens 31. März 2031 den Flugbetrieb an der Station am Flugplatz Latsch. Das geht aus einer Mitteilung der DRF Luftrettung hervor, deren Piloten auch viele Einsätze im Landkreis Schwandorf absolvieren.

„Der Himmel in der nördlichen Oberpfalz bleibt rot-weiß – und das ist gut so“, sagt Rudolf Niegl, stellvertretender Geschäftsleiter des ZRF Oberpfalz-Nord. „Christoph 80 ist aus der Notfallversorgung unserer Region nicht mehr wegzudenken. Die DRF Luftrettung ist für uns ein verlässlicher und kompetenter Partner. Die Vertragsverlängerung ist ein starkes Signal an unsere Bürgerinnen und Bürger.“

Michael Junghans, Leiter Regionalbetreuung bei der DRF Luftrettung, ergänzt: „Wir danken dem ZRF Oberpfalz-Nord für das Vertrauen und freuen uns auf die Fortsetzung dieser starken Partnerschaft. Unser gemeinsames Ziel bleibt die bestmögliche Patientenversorgung aus der Luft – schnell, professionell und zuverlässig.“

Seit 1. April 2011 ist Christoph 80 in Weiden im Betrieb. Mit jährlich rund 1100 Einsätzen zählt er der Mitteilung zufolge zu den zentralen Bausteinen der Luftrettung in Bayern. Das Einsatzgebiet umfasst für Notfalleinsätze einen Umkreis von etwa 60 Kilometern. Für Intensivverlegungen fliegen die Crews in Zielkliniken im gesamten Bundesland und darüber hinaus. Seit Februar 2024 kommt ein moderner Hubschrauber des Typs Airbus H145 mit Fünfblattrotor zum Einsatz. Der Hubschrauber ist nicht nur leistungsfähiger als das Vorgängermodell, sondern auch schonender für die Patienten.

An Bord von Christoph 80 befindet sich moderne Medizintechnik für Diagnostik und Therapie, um eine bestmögliche Versorgung von Patienten schon am Notfallort zu ermöglichen und wertvolle Zeit zu sparen. Dazu zählen unter anderem tragbare Geräte zur Blutgasanalyse und Sonographie, Videolaryngoskop, mechanische Reanimationshilfe, Beatmungsgerät und EKG.

Per Telemetrie, also digitaler Datenübertragung, kann eine schnelle EKG-Übertragung in alle Herzkatheter-Zentren im Einsatzgebiet versendet werden, um Zielkliniken schon vor Ankunft der Patienten bestmöglich vorzubereiten. Auch eine umfangreiche Ausstattung zur Versorgung von Vergiftungen wird an Bord des Hubschraubers mitgeführt.

Das Besatzungsmodell von Christoph 80 ist bayernweit einmalig, denn die Notfallsanitäter werden durch den Träger, in diesem Fall den ZRF Oberpfalz-Nord, selbst gestellt. Die Notärzte kommen aus dem Klinikum Weiden und dem Klinikum St. Marien Amberg. Jürgen Meyer, Pressesprecher des ZRF Oberpfalz-Nord, betont: „Die enge Kooperation mit zwei Kliniken und die direkte Einbindung unserer eigenen Notfallsanitäter aus der Leitstelle garantieren eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau – aus der Region, für die Region. Dieses Modell ist in Bayern einzigartig – und es funktioniert hervorragend.“

Die DRF Luftrettung ist für den Flugbetrieb verantwortlich und stellt an der Station die Einsatzmaschinen und Piloten. Als Betreiberin mietet sie den modernen Hangar auf dem Gelände des Flugplatzes Latsch vom ZRF Oberpfalz-Nord. Der Zweckverband hat das Gebäude 2011 neu errichtet.