AfD will nicht mehr auf Podium diskutieren: Kommentar von Bayerwald-Echo-Redaktionsleiter

Die AfD-Landratskandidatin Christl Fischer hat angekündigt, im Wahlkampf keine Podiumsdiskussionen im Kreis Cham mehr zu besuchen. So kommentiert Bayerwald-Echo-Redaktionsleiter Martin Hennings das Thema.
Einen ausführlichen Bericht zu dem Thema lesen Sie hier: Landratswahl in Cham: AfD will nicht mehr auf Podium diskutieren
Keiner muss das Bayerwald-Echo mögen, keiner muss uns lesen, jeder darf uns kritisieren. Das muss Presse aushalten. Was wir aber nicht müssen: falsche Behauptungen und Beleidigungen unwidersprochen stehen lassen. Deshalb in aller Deutlichkeit: Wir haben niemanden beauftragt oder gar bezahlt, damit er Christl Fischer beim „Ratsch“ Kontra gibt. Wir lügen nicht und haben in unserer Berichterstattung dem Leser, der nicht vor Ort war, einen objektiven Eindruck von der Veranstaltung mit den Kandidaten vermittelt. Wer uns als „Lügner“ bezeichnet, unsere Zeitung als „Schundbladl“ und unsere Arbeit als „riesengroßen Scheißdreck“, der ist an sachlicher Auseinandersetzung offensichtlich nicht interessiert. Der Verdacht, dass sich Fischer nur einen Vorwand gesucht hat, um sich der weiteren inhaltlichen Diskussion auf öffentlichen Podien zu entziehen, drängt sich auf.
Vielleicht ist die Kandidatin aber auch deshalb etwas angefasst, weil die angekündigte Ausweitung der AfD in die Fläche bei der Kommunalwahl im Landkreis Cham ausbleiben wird. Nur in fünf von 39 Kommunen stellt die in Teilen rechtsextreme Partei eine Liste für Stadt- oder Gemeinderat. Nur 17 der 60 möglichen Kreistagskandidaten hat sie zusammengebracht. Kein Zeichen von Stärke.