Das Aus von Kelheim Fibres ist besiegelt – Mitarbeiter erhalten Kündigungen

Jetzt ist klar, dass Kelheims großer Industrie-Arbeitgeber Ende März dicht machen wird. Am Montagnachmittag wurden die Mitarbeiter informiert.
Am Dienstagvormittag ging das insolvente Unternehmen an die Öffentlichkeit. Wie die Geschäftsführung der Kelheim Fibres GmbH informiert, wird der Geschäftsbetrieb zum 31. März 2026 eingestellt. Eine Fortführung des Unternehmens über diesen Zeitpunkt hinaus sei nicht möglich.
Der im Rahmen der Eigenverwaltung durchgeführte Investoren- und Verkaufsprozess habe zu keinem positiven Ergebnis geführt. Auch der zuletzt in den Prozess eingetretene potenzielle strategische Investor habe kurzfristig von einem Einstieg Abstand genommen.
Unabhängig davon konnten – trotz Unterstützung durch einen Großteil der Kunden und bereits umgesetzter Restrukturierungsmaßnahmen – keine ausreichenden Abnahmemengen erzielt werden, die für eine wirtschaftlich tragfähige Fortführung des Geschäftsbetriebs erforderlich gewesen wären, so die Geschäftsführung. Hierzu zählten auch die ausbleibenden Aufträge eines wesentlichen Kunden.
Nach Abschluss der laufenden Ausproduktion werden die erforderlichen Maßnahmen zur Einleitung eines geordneten Stilllegungsprozesses umgesetzt, informiert Kelheim Fibres weiter.
Die Mitarbeitenden wurden am Montagnachmittag, 26. Januar, bei einer Mitarbeiter- und Betriebsversammlung über die Entscheidung und das weitere Vorgehen informiert.
Betriebsrat und Eigenverwaltung haben einen Interessenausgleich sowie einen Sozialplan vereinbart. Zudem wird eine Transfergesellschaft eingerichtet, um die Mitarbeitenden beim Übergang in neue Beschäftigungsverhältnisse zu unterstützen.
„Die Eigenverwaltung hat alle realistischen Optionen zur Fortführung geprüft. Da die erforderlichen Zusagen – einschließlich der Zustimmung eines wesentlichen Kunden – nicht vorlagen, ist eine Fortführung leider wirtschaftlich nicht möglich. Für die Mitarbeitenden ist dies eine schwierige Situation; der Fokus liegt nun auf einer geordneten Abwicklung und bestmöglicher Unterstützung der Mitarbeitenden“, so die Geschäftsführung.