Satire-Plakate warnen vor dem Betreten: „Vorsicht“ vor dem Grieser Spitz in Regensburg

Von Philip Hell · 26. Januar 2026 um 20:00

Der Wahlkampf vor der Kommunalwahl in Regensburg ist um ein Thema reicher: Ist der Grieser Spitz ein Brennpunkt? Sicher, die Debatte ist nicht neu. Letztmals war sie während Corona aufgeflammt. Damals galt ein Betretungsverbot für die beliebte Wiese. Nun ist die Diskussion wieder da, notiert MZ-Reporter Philip Hell in einer neuen Ausgabe unserer Kolumne „Rengschburg mit allem“.

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Ausgelöst wurde die Debatte durch CSU-OB-Kandidatin Astrid Freudenstein. Die hatte unlängst im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt, inzwischen für den Holzgartensteg zu sein. Früher galt sie als strikte Gegnerin des Projekts. Die Begründung für ihr Umdenken: Der Grieser Spitz sei inzwischen „nicht mehr schützenswert“. Verantwortlich dafür seien Gruppen von Erwachsenen, die dort Drogen konsumierten. Zudem sei die Grünanlage regelmäßig vermüllt – womit sie durchaus einen Punkt hat. Gerade in den Sommermonaten bleibt auf den Wiesen oft viel liegen.

Satire-Aktion am Grieser Spitz in Regensburg: Unbekannte warnen vor dem Betreten

Das sieht nicht jeder so. Am Wochenende tauchten rund um den Grieser Spitz einige Plakate auf, die vor einem Betreten warnten – offensichtlich eine Satire-Aktion. Die Zettel waren gespickt mit Zitaten von Astrid Freudenstein, die dem Artikel in der Mittelbayerischen Zeitung zu entnehmen waren.

Wer genauer hinschaut, kam nicht umhin festzustellen, dass die unbekannten Urheber es auch mit der Rechtschreibung nicht so ganz ernst nahmen. Als Quelle wurden eine „Miittelbayerische Zeitung“ sowie Philipp Hell und Rainer Wendl genannt. Um es bei der Gelegenheit einmal zu betonen: Philip schreibt man hinten raus mit einem P – viele Grüße an meine Eltern. Am Montag war jedenfalls nurmehr ein Plakat zu sehen. Jemand hat es laminiert und an einem Pfosten befestigt. Der Schnee hatte die übrigen Zettel überdeckt – also der vom Himmel, nicht der von den Drogengruppen.