Beim Starkbierfest in Wackersdorf gibt es heuer ein paar Änderungen

Der „Wacker-Berg“ ruft wieder: Am Samstag, 14. März, findet in Wackersdorf das traditionelle Starkbierfest statt. Heuer tritt Franz Neugebauer, der nach wie vor wohl jüngste Starkbierredner Bayerns, in doppelter Funktion auf. Er hat auch ein paar Neuerungen im Gepäck.
Die wichtigste Nachricht gleich vorweg: Die Starkbierrede, traditionell der Höhepunkt eines jeden Starkbierfestes, bleibt in Wackersdorf in festen Händen. Franz Neugebauer, der 2023 das angesehene Amt des Fastenpredigers erstmals übernommen hatte, ist auch heuer wieder fürs Derblecken zuständig.
Und nicht nur das. Als neuer stellvertretender Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Vereine organisiert er auch das erste Mal federführend die Veranstaltung. „Ich werde aber natürlich weiterhin durch Karin Rossmann und den anderen Vorstandsmitgliedern unterstützt“, sagt Neugebauer.
Thematische Bandbreite von der Feuerwehr bis zur Wahl
Fertig ist er mit seiner Rede freilich noch nicht, aber sie sei schon im Werden, wie er verrät. Momentan gehe es erstmal ums Material sammeln. Die eine oder andere interessante Anekdote sei ihm schon zugetragen worden. „Ich bin aber natürlich weiter um jeden Hinweis dankbar“, sagt der 26-Jährige. Und die Erfahrung habe ihn gelehrt, dass die besten Geschichten meist erst kurz vorher eintrudeln.
Aber auch abseits des Dorftratsches gebe es reichlich Futter. Im vergangenen Jahr sei schließlich viel passiert. Neugebauer nennt hier beispielsweise das Jubiläumsfest der Wackersdorfer Feuerwehr oder den Weihnachtsmarkt, der das erste Mal am neuen Glück-Auf-Platz stattfand.
Und dann wäre da natürlich noch die Kommunalwahl, die erst eine Woche zurückliegt, wenn der Starkbierredner am 14. März in der örtlichen Sporthalle ans Pult treten wird. „Da wird es sicherlich auch noch eine Rückschau geben“, sagt Neugebauer. Und der Starkbierredner lädt in diesem Atemzug auch Pfarrer Werner Sulzer ein, heuer mal vorbeizukommen. „Das würde sich auf jeden Fall anbieten. Für ihn haben wir ja eigentlich im vergangenen Jahr schon etwas vorbereitet“, sagt der Fastenprediger mit einem Augenzwinkern.
Der Terminkalender ist prall gefüllt
Doch so eine Starkbierrede macht nicht nur Spaß, sondern bringt auch einen gehörigen Aufwand mit sich. „Bis zum Starkbierfest ist der Stress jetzt natürlich brutal“, sagt Neugebauer. Denn nebenbei müsse er noch eine Reihe weiterer Sachen unter einen Hut bringen. Der 26-Jährige ist hauptberuflich Unternehmensberater – ein Job, der auch gerne mal etwas mehr als 40 Wochenstunden mit sich bringt.

Außerdem wäre da noch der Fischereiverein, an dessen Spitze der 26-Jährige seit vergangenem Jahr steht. Und als wäre das noch nicht genug, befindet er sich als Ortsvorsitzender und Spitzenkandidat der Jungen Union (JU) in Wackersdorf sowie als stellvertretender Kreisvorsitzender der CSU mitten im Wahlkampf. „Eigentlich ist seit Oktober jede Woche durchgeplant“, sagt Neugebauer.
Er werde sich über den Fasching und nach der Kommunalwahl wohl Urlaub nehmen müssen, damit seine Starkbierrede auch rechtzeitig fertig wird. „Es gibt einem aber unglaublich viel zurück und man kann Steine ins Rollen bringen“, sagt der Wackersdorfer über seine vielen Ehrenämter.
Kabarett statt Tanz und neuer Caterer
Das Starkbierfest in Wackersdorf wird im Übrigen auch dieses Jahr vom Prinzip her gleich ablaufen. Um 18 Uhr ist Einlass, um 19 Uhr Eröffnung. Bürgermeister Thomas Falter (CSU) wird dann wieder das Fass anzapfen, beim Bier setzt man erneut auf die Schlossbrauerei Naabeck. Um 20.30 Uhr geht es dann mit der Starkbierrede los.
Ein paar Änderungen hat der Fastenprediger und jetzt auch Hauptorganisator aber im Gepäck. Für zünftige Klänge sorgt heuer nicht die Neukirchner Blasmusik, sondern der ortsansässige Musikverein Wackersdorf-Steinberg. Außerdem wird es keine Tanzeinlagen der Trachtenvereine geben. Stattdessen tritt das Kabarett-Duo Schmarrnkerl & Funkerl auf.
Eine große Neuerung gibt es auch in Sachen Verpflegung. Diesmal setzen die Verantwortlichen statt des Eventservices Hauser auf Festwirt Daniel Feuerer. Letzterer ist seit Jahren schon für die Bewirtung des Wackersdorfer Volksfestes verantwortlich. Tickets zum Preis von neun Euro gibt es bei Anneliese Buttler unter (0 94 31) 5 09 58. Die Ausgabe der Karten erfolgt am Wahlsonntag, 8. März, von 10 bis 12 Uhr im Feuerwehrhaus.