Dank starkem Schlussspurt: Junge Liste schafft es zur Regensburger Stadtratswahl

Am Montag um 12 Uhr endete die Frist für die Sammlung von Unterstützer-Unterschriften für „neue“ politische Gruppierungen bei der Stadtratswahl. Jeweils 430 Bürger mussten sich bis dahin im Neuen Rathaus oder in einem Bürgerbüro eintragen, um Volt, BSW und Zukunft – Junge Liste für Regensburg die Teilnahme am Urnengang am 8. März zu ermöglichen.
Jetzt steht fest: Zwei der drei Vereinigungen haben ihr Ziel erreicht. Volt hatte bereits zum Ende der Vorwoche genügend Unterschriften beisammen, sowohl für die Liste als auch für die OB-Kandidatur von Lisa Brenner.
BSW-Stadträtin Freihoffer enttäuscht
Spannend war bis zuletzt die Frage, ob die Junge Liste die Qualifikationshürde überspringen kann. Am Freitagmittag brauchte die Gruppierung noch 153 Unterschriften, um auf 430 zu kommen. Es war also ein starker Schlussspurt vonnöten – und den gab es auch: Bei Ende der Frist stand die Zahl 515 zu Buche.
Krachend gescheitert ist hingegen das BSW. Nur 75 Wahlberechtigte trugen sich für die Zulassung der Stadtratsliste ein, noch weniger (72) unterstützten eine Bewerbung von Irmgard Freihoffer für das Amt des Stadtoberhaupts.
„Die Enttäuschung ist natürlich groß", teilte die langjährige Stadträtin am Nachmittag mit. Gleichzeitig kündigte das BSW an, sich bei wichtigen Themen der Stadtpolitik weiterhin zu Wort zu melden. Ein Beispiel für dieses Verbleiben im politischen Diskurs sei die aus Sicht des BSW zu beobachtende „zunehmende Militarisierung der Gesellschaft“. Zudem heißt es in der Pressemitteilung: „Sowohl die Wohnungspolitik als auch die Verkehrspolitik und die anstehende kommunale Wärmeplanung sind weitere wichtige Themen, die uns beschäftigen werden.“
Junge Liste bekommt allein am Samstag 171 Unterschriften
Jubel herrscht hingegen bei der Liste Zukunft über den starken Schlussspurt beim Unterschriftensammeln. Allein am Samstag seien 171 davon zusammengekommen. „Dieser große Andrang an einem Samstagvormittag hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, erklärt der Vorsitzende von Zukunft (Listenplatz 1), Alexander Ammelounx. „Dass wir die nötige Anzahl nicht nur erreicht, sondern so deutlich überschritten haben, zeigt: Junge Themen, neue Ideen und ein frischer Stil kommen bei den Regensburgerinnen und Regensburgern an.“