Nebel-Unfall auf der A3 bei Regensburg: Ist Fahrer im Kleinbus eingeschlafen?

Am Sonntagvormittag rammt ein Mercedes einen Autotransporter von der Autobahn. Der Crash löst einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus. Nun hat die Polizei erste Details bekanntgegeben. Die Unfallstelle ist seit dem frühen Nachmittag wieder geräumt, die Ermittlungen laufen noch.
Folgenschwerer Unfall im dichten Nebel: Zwei schwer beschädigte Fahrzeuge blockieren die Autobahn am späten Sonntagvormittag. Trümmerteile liegen auf gut 100 Metern quer verstreut auf der A3 bei Barbing. In Reih und Glied stehen Rettungswagen auf dem Standstreifen. Die Helfer, darunter auch Ehrenamtliche der Feuerwehr, sind im Großeinsatz – wieder einmal.
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Sechs Verletzte sind die traurige Bilanz des Crashs auf der A3 bei Barbing. Laut jüngster Angaben der Polizei hatte ein Mercedes-Kleinbus einen bulgarischen Autotransporter von hinten gerammt und so regelrecht von der Straße katapultiert. Womöglich war der Fahrer der weißen V-Klasse am Steuer eingeschlafen. „Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen“, erklärte ein Sprecher der Verkehrspolizei in Regensburg (VPI) auf Nachfrage der Mediengruppe Bayern am frühen Nachmittag.
Mercedes fuhr auf Transporter auf
Die beiden unfallbeteiligten Fahrzeuge waren laut diesen Angaben von Wörth an der Donau in Fahrtrichtung Regensburg unterwegs. Der Mercedes-Kleinbus fuhr dann offenbar gegen 10.55 Uhr ungebremst auf den vorausfahrenden Pritschenwagen auf. Auf welcher Spur es zu dem Zusammenstoß kam, blieb offen. Fakt ist: Das Auto des mutmaßlichen Unfallverursachers aus dem Raum Forchheim blieb schwer beschädigt auf der Überholspur liegen.
Durch den abrupten und heftigen Zusammenstoß verlor der Fahrer des Autotransports dann offenbar die Kontrolle. Die Beschädigungen am Fahrzeug deuten darauf hin, dass sich der Klein-Lkw, der ein bulgarisches Kennzeichen trug, überschlagen haben dürfte. Das Dach des Fahrzeugs war auf der Beifahrerseite deutlich eingedrückt. Er landete letztlich im Graben neben der A 3. Für den Rettungsdienst wurde daraufhin Großalarm ausgelöst.
Laut Polizei wurden bei dem Unfall im dichten Nebel sechs der insgesamt acht Insassen in den beiden Fahrzeugen verletzt, drei von ihnen mittelschwer. In der Mercedes V-Klasse waren demnach neben dem mutmaßlichen Verursacher des Unfalls fünf Mitfahrer gesessen. Der bulgarische Autotransporter war mit zwei Personen besetzt.
Sechs Verletzte in Kliniken eingeliefert
Die Verletzten wurden zur weiteren Versorgung in mehrere umliegende Kliniken eingeliefert, so die Polizei. Wie es genau zu dem folgenschweren Unfall kommen konnte, wird derzeit ermittelt. „Die Beteiligten konnten noch nicht vernommen werden“, erklärte ein Sprecher der VPI. Genauere Informationen zum Hergang könnten daher voraussichtlich erst im Laufe der nächsten Tage gegeben werden.
Fest steht allerdings, dass ein hoher Schaden bei dem Nebel-Crash nahe Barbing entstanden sein dürften. Beim Mercedes schätze die Polizei rund 30.000 Euro, beim Klein-Lkw rund 20.000 Euro. Beide Fahrzeuge erlitten Totalschaden und mussten abgeschleppt werden. Auch die Ehrenamtlichen der Feuerwehr rückten aus, um die Unfallstelle auf der A3 abzusichern.
Die Autobahn konnte nach der Unfallaufnahme durch die Polizei dann auch wieder freigegeben werden. Das bestätigte ein Sprecher der VPI am frühen Nachmittag auf Nachfrage.