Fulminantes Jahreskonzert der BLO-Big Band: Further Musiker begeistern Publikum

„This Could Be the Start of Something Big“ eröffnete das Jahreskonzert der BLO-Big Band im Further Tagungszentrum und setzte gleich den Ton für einen facettenreichen Abend. Mit viel Schwung und Spielfreude begeisterten die Musikerinnen und Musiker das Publikum von der ersten Minute an und schufen eine lebendige, mitreißende Atmosphäre.
Es folgte „Sweet Georgia Brown“, 1925 entstanden, bei dem Cyrus Saleki mit ausdrucksstarken Gitarrensoli überzeugte. Dann betrat Martin Liegl die Bühne und sang mit viel Gefühl und großer Ausdrucksstärke „Beyond the Sea“, die englische Version des französischen Chansons „La Mer“ von Charles Trenet.
Vielseitigkeit gezeigt
Mit dem lässig dahinfließenden „Moten Swing“ zeigte die Band erneut ihre Vielseitigkeit. Rebecca Karl am Saxophon, Helmut Schreiner an der Trompete und Ludwig Lankes am Klavier lieferten inspirierende Soli, die das Publikum begeisterten. Anschließend wurde es mit „Birdland“, benannt nach dem legendären Jazzclub in New York, wieder schwungvoll, laut und lebendig.
Beim Stück „Bewitched“, einem schwingenden, melodischen und ruhigen Titel, übernahm Moderator Hans Ramsauer ein Solo an der Posaune und sorgte für einen besonders gefühlvollen Moment. Über den gesamten Abend hinweg führte der Posaunist auch durch das Programm. Mit witzigen Anekdoten, kenntnisreich und mit pointierten Bonmots ausgeschmückt, übernahm Hans Ramsauer souverän die Moderation. Mit „The Girl from Ipanema“, begeisterte Kathi Klingseisen das Publikum mit einer großartigen Stimme in schönster Bossa-Nova-Manier.

Mit „Now Is the Time“, einem moderaten Jazz-Blues, präsentierte die Band ein weiteres Highlight. Cyrus Saleki beeindruckte dabei mit einem einfühlsamen Gitarrensolo. Danach folgte „Dat Dere“ von Bobby Timmons (1960), bei dem die Saxophonisten Rebecca Karl, Johanna Treimer, Jürgen Vogl, Lutz Kluge und Matthias Drescher die tragenden Stimmen spielten, während Cyrus Saleki ein Gitarrensolo beisteuerte. Als Hommage an Frank Sinatra entführte Martin Liegl mit großer Ausdrucksstärke und swingender Leichtigkeit „Fly Me to the Moon“ in die unverwechselbare Atmosphäre klassischer Sinatra-Interpretationen.

Nach der Pause präsentierte Kathi Klingseisen „Mr. Zoot Suit“, mit voller Ausdruckskraft, wobei das kraftvolle Trompetensolo von Helmut Schreiner das Stück eindrucksvoll abrundete. Anschließend stellte Hans Ramsauer die Trompetengruppe vor: Helmut Schreiner, Sylvia Karl, Franziska Eibl und das neue Mitglied Anja Weinzierl erhielten verdiente Aufmerksamkeit. Ebenso präsentierte er auch die Posaunen: Maximilian Kramer, Alex Dietl, Bernhard Lotter und Hans Ramsauer.
Mit „Stolen Moments“ (1961, Oliver Nelson) zeigte die Band die melancholische Seite des Jazz, unterstützt durch ein Bariton-Saxophon-Solo von Matthias Drescher und ein Piano-Solo von Ludwig Lankes. Humorvoll kündigte Hans Ramsauer anschließend „Blue Train“ (1957, John Coltrane) an, einen Meilenstein der Jazzgeschichte und einen eindrucksvoll interpretierten langsamen Blues.
Humorvoll wurde es mit „My Lady is a Trump“, einem Jazz-Standard aus den 1950er Jahren. Das Stück ist eine Parodie auf die New Yorker High Society und ihre strenge Etikette. Gesungen wurde es von Martin Liegl mit großer Ausdrucksstärke und ergänzt durch ein Trompetensolo von Hans Ramsauer.Auch Musical- und Popklassiker fanden ihren Platz im Programm: „Big Spender“ (1966, bekannt durch Shirley Bassey) wurde von Kathi Klingseisen mit beeindruckender Bühnenpräsenz stimmgewaltig interpretiert. „Sir Duke“ von Stevie Wonder (1976) begeisterte mit treibendem Soul-Groove.
Präzises Zusammenspiel
Hans Ramsauer stellte zudem die Rhythmusgruppe vor: Sigie Mühlbauer am Schlagzeug, Carlo Duo am Bass, Cyrus Saleki an der Gitarre, Ludwig Lankes am Klavier sowie Max Eibl an der Technik. Großer Applaus galt dabei dem jungen musikalischen Leiter Johannes Breu. Unter seinem souveränen Dirigat zeigten Rhythmiker, Saxophonisten, Posaunisten, Trompeter und die Vocals ein präzise abgestimmtes Zusammenspiel. Die hohe Qualität des Spiels sowie die spürbare Verinnerlichung des Swing-Feels prägten den gesamten Konzertabend.Disco-Feeling brachte „I Will Survive“ von Gloria Gaynor, gesungen von Kathi Klingseisen. Die BLO-Big Band bewies eindrucksvoll, dass sie auch für Disco-Musik die ideale Begleitung ist. Einen emotionalen Höhepunkt bildete „A Natural Woman“ (1967, Aretha Franklin), mit Herzblut gesungen von Kathi Klingseisen.
Mit „New York, New York“, dem bekannten Klassiker von Frank Sinatra verabschiedete sich die Band vom Publikum. Kathi und Martin sangen die Zugabe mit viel Gefühl und Emotion, sodass die Zuschauer den Klassiker noch einmal intensiv miterleben konnten. Mit tosendem Applaus endete ein Jahreskonzert, das durch musikalische Vielfalt, Spielfreude, humorvolle Moderation und großen Swing überzeugte.