Jetzt wird der Winter turbulent: Sturmtief „Elli“ bringt Schnee, Eis und Wind – Das wird erwartet

Neuschnee, gefrierender Regen, stürmischer Wind, eisige Temperaturen – so sieht Winter aus. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Problemen im Verkehr. Verantwortlich ist ein Sturmtief namens „Elli“, wie DWD-Meteorologe Fabian Chow erklärt, „und das hat es ganz schön in sich“. Schon ab Donnerstagabend werde es „spannend“.
Schnee, Regen, Glätte – was kommt wo?
„Elli“ bringt zunächst verbreitet Niederschläge. In der Nacht kommen diese in Richtung Nordosten voran. „Was die Niederschlagsform angeht, so ist so ziemlich von allem etwas dabei“, sagt Chow. Der Meteorologe fächert die Prognose für verschiedene Regionen auf:
Glatteis im Südosten
In einem Streifen von der Nordsee bis in den Südosten Deutschlands fällt überwiegend Schnee. Dahinter geht der Schnee in der zunehmend milderen Luft im Südwesten in Regen über. Vor allem im Südosten bleibt es noch kalt. Der Regen kann auf den frostigen Böden gefrieren und zu Glatteis führen.
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In Teilen Bayerns rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in der Nacht zum Freitag und auch tagsüber mit gefrierendem Regen – und das über viele Stunden hinweg. Die Meteorologen warnten vor einer Unwetterlage vom Allgäu über Oberbayern bis in das südliche Mittelfranken und die Oberpfalz – und vor allem in Niederbayern. Der DWD warnte bis Freitagvormittag vor Glatteis und starkem Schneefall in folgenden Regionen:
Niederbayern
■ Landkreis Freyung-Grafenau
■ Stadt Straubing und Landkreis Straubing-Bogen
■ Stadt und Landkreis Passau
■ Landkreis Rottal-Inn
■ Stadt und Landkreis Landshut
■ Landkreis Kelheim
■ Landkreis Dingolfing-Landau
■ Landkreis Deggendorf
■ Landkreis Regen
Oberbayern
■ Landkreis Berchtesgadener Land
■ Landkreis Traunstein
■ Stadt und Landkreis Rosenheim
■ Landkreis Altötting
■ Landkreis Mühldorf
Oberpfalz
■ Landkreis Cham
■ Landkreis Schwandorf
■ Stadt und Landkreis Regensburg
■ Landkreis Neumarkt
■ Landkreis Schwandorf
Die Folge: spiegelglatte Straßen und Gehwege, mancherorts kombiniert mit stürmischen Böen.
Am Freitag beweist „Elli“ dann, warum sie als Sturmtief betitelt wird. Dann wird das Wetter laut DWD „turbulent“. Auch hier sieht es in den Regionen unterschiedlich aus.
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Im Südwesten wird es zunehmend stürmischer, jedoch auch milder, sodass die Schneefallgrenze deutlich ansteigt und der Niederschlag in tieferen Lagen als Regen fällt. Im Norden und Osten wird es zwar vor allem an der Küste auch stürmischer, jedoch kommt der Wind aus Osten und bringt daher weiterhin kalte Luft und die Niederschläge werden als teils mäßige Schneefälle fallen.
„Erhebliche Probleme im Straßenverkehr“
Der DWD warnt vor Folgen für den Verkehr: „Wind und Schnee in Kombination können dabei durch Verwehungen zu erheblichen Problemen im Straßenverkehr führen“, schreibt der Wetterdienst. Der CDU-Vorstand hat seine Klausurtagung in Mainz wegen dieser Warnung abgesagt. In den Stadtstaaten Hamburg und Bremen sowie in Teilen Niedersachsens bleiben die Schulen geschlossen. Am Frankfurter Flughafen gab es bereits am Donnerstag Einschränkungen.
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Am Samstag bewegt sich „Elli“ in Richtung Tschechien und schwächt sich dabei ab. Für Deutschland bedeutet das, dass sich die Kaltluft wieder durchsetzt. Die Niederschläge ziehen allmählich in Richtung Südosten und die Schneephase dominiert erneut.
Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee
Im westlichen Franken und Schwaben werde es nur vorübergehend Glatteis geben. In nördlichen Landesteilen kann es schneien, auch tagsüber. Im unterfränkischen Mittelgebirgsraum, in Oberfranken und der Oberpfalz bis nach Niederbayern, aber auch im Oberallgäu erwarten die Meteorologen zwischen 10 und 20 Zentimeter Neuschnee.
Die Temperaturen liegen knapp über dem Gefrierpunkt und könnten im Alpenvorland laut DWD milde 10 Grad erreichen, in der Nacht minus 6 Grad. Vor allem auf den Bergen könnte es stürmisch werden. In den mittleren Lagen der Alpen seien auch orkanartige Böen möglich, hieß es.
Am Wochenende wird es vor allem bitterkalt
„Die Nächte werden nun mit zunehmenden Auflockerungen von Norden her empfindlich kalt und strenger Frost unter minus 10 Grad ist keine Seltenheit“, sagt der Meteorologe. In der Nacht zu Samstag erwarten die Wetterexperten dann wieder Schnee, vor allem in den Mittelgebirgen und den Alpen. Und das bei Werten zwischen minus 1 und plus 4 Grad. Doch die Kältepause ist nur vorübergehend. Bereits in der Nacht zum Sonntag erwartet der DWD frostige minus 4 bis minus 9 Grad, in Teilen Nordbayerns sogar bis minus 13 Grad.
Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Wetterberuhigung. „Unter Hochdruckeinfluss zeigt der Winter, was er kann und lässt die Temperaturen kaum über null Grad steigen.“ In der Nacht fallen die Temperaturen aber rapide. Durch die fehlende dämpfende Wirkung der Wolken sinken die Temperaturen oft in den zweistelligen Minusbereich.