Weihnachtstrucker aus dem Landkreis Cham bringen 4000 Hilfspakete nach Rumänien

Helfen liegt in ihrer Natur: Noch während des Gesprächs über ihre jüngste Rumänien-Tour müssen Thomas Tschöpe und Armin Zach abrupt den Tisch verlassen. Die Feuerwehr Sattelbogen wird zu einem Einsatz alarmiert. Während sie zum Notfall eilen, berichten Daniel Promesberger, Lothar Bruckbauer, Michael Schmidbauer und Tobias Tschöpe von einer Reise, die sie nachhaltig geprägt hat. In der Weihnachtszeit setzten die sechs engagierten Männer aus Traitsching erneut ein starkes Zeichen der Solidarität.
Im Zuge der Aktion Johanniter-Weihnachtstrucker machten sie sich am zweiten Weihnachtsfeiertag auf den Weg, um dringend benötigte Hilfsgüter nach Rumänien zu bringen. Wochen zuvor hatten sie die Bevölkerung mobilisiert – mit überwältigendem Erfolg: An 101 Sammelstellen kamen in der Region nahezu 3000 Pakete mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln zusammen.
Eindrucksvoller Hilfskonvoi
Weitere 1000 Pakete holten sie von Sammelstellen der Johanniter ab. Ihre drei Auflieger, bis unters Dach gefüllt, schlossen sich mit sieben weiteren Lastwagen zu einem eindrucksvollen Hilfskonvoi zusammen.
Die rund 1400 Kilometer lange Fahrt führte die Weihnachtstrucker nach Oderhellen in Siebenbürgen. Etwa die Hälfte der Ladung wurde in das Lager des Jugenddorfes der Hilfsorganisation Lokod gebracht, weitere Pakete übergaben die Helfer an Organisationen wie das Rote Kreuz.

Vor Ort wurde den Männern aus Traitsching deutlich, wie sehr viele Menschen noch immer unter den Folgen des Ceausescu-Regimes leiden. Die Lebensmittelpreise sind hoch, soziale Sicherungssysteme kaum vorhanden.
Zeichen der Hoffnung
In Sfântu Gheorghe betreut das Rumänische Rote Kreuz zwar rund 600 Bedürftige, doch das reicht bei Weitem nicht aus. Vielen gelingt es kaum, der Armut zu entkommen. Besonders sichtbar ist das starke Vermögensgefälle, vor allem im ländlichen Raum: Hinter modernen Gewerbe- oder Industriegebieten tauchen plötzlich Siedlungen mit einfachen Baracken auf.

Tief erschüttert zeigte sich die Gruppe vom Schicksal einer älteren Frau, die ohne fließendes Wasser und Strom in einer kaum vier Quadratmeter großen Hütte lebe.
Die übergebenen Pakete bedeuten für die Empfänger nicht nur eine konkrete Unterstützung im Alltag, sondern auch ein Zeichen der Hoffnung. Erschöpft, aber mit einem guten Gefühl kehrten die Helfer noch vor Silvester nach Hause zurück. Die dankbaren Gesichter vor Ort zeigten ihnen, warum sich jeder einzelne Kilometer gelohnt hat.

Die Johanniter-Weihnachtstrucker sagen allen Paket- und Geldspendern ein großes „Vergelt’s Gott“.
Unterstützende Firmen: Der besondere Dank der Weihnachtstrucker-Männer geht an die Spedition Schollerer, die eine Zugmaschine zur Verfügung stellte. Die Regensburger Spedition Schmid steuerte den passenden Auflieger bei. Zollner Elektronik aus Zandt und L.T.L Hecht aus Zell unterstützten die Aktion jeweils mit einem kompletten Gespann. Engelbert Piendl Transporte engagierte sich darüber hinaus mit einem Lastwagen, der für das Einsammeln der Pakete benötigt wurde. Holzbodenwerk Krottenthaler, Landhandel Schmidbauer, Agrartransporte Paulus und Landhandel Jänker unterstützten die Weihnachtstrucker mit je einem Sammelfahrzeug. Großer Dank gilt auch Nutzfahrzeuge Stigler für die Unterstützung.