1000 Zuschauer und 185 Wagemutige beim 2. Neujahrsanbaden an der Höllohe bei Teublitz

Zum Jahresauftakt gab es gleich ein großes eiskaltes Spektakel in der Badestelle Höllohe in Teublitz (Landkreis Schwandorf). Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Thomas Beer (CSU) wurde das neue Jahr zum zweiten Mal mit dem Teublitzer Neujahrsanbaden eingeleitet.
Dicht gedrängt standen am Neujahrstagnachmittag rund 1000 fröstelnden und dick eingepackte Zuschauer am Rande des Badesees, um die 185 winterharten Eisbader anzufeuern. Der Reinerlös der Veranstaltung von rund 10.000 Euro wird dieses Jahr an die Kindereinrichtungen Kuno, „Ninos Freunde“ und „Sweet Sweet Smile“ gespendet.
Dank an die Unterstützer
Unter den Zuschauern war auch Bürgermeister Thomas Beer, der die Schirmherrschaft übernommen hatte. Für ihn sei das eine Ehre, sagte er. Auch die Teilnehmerzahl in diesem Jahr zeige, dass Eisbaden durchaus im Trend liege. „Auch wenn nun an anderen Orten ähnliche Veranstaltungen stattfinden, so kann ich behaupten, dass diese in unserer Region das Original ist“, so der Bürgermeister.
Beer bedankte sich bei den Veranstaltern und den vielen Helfern aus den Vereinen und Verbänden, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten. Besonders einzigartig werde diese auch dadurch, dass der Erlös ausschließlich wohltätigen Zwecken zugute komme. „Ich wünsche den Eisbadern, dass sich durch diese Veranstaltung viele neue Menschen diesem Hobby anschließen“, so Beer abschließend.

Veranstalter war die Firma Metall Ehrnsberger GmbH mit dem Organisator Matthias Ehrnsberger und Eisbader Florian Schreiber. Unterstützt wurde das Event von zahlreichen Sponsoren, darunter vielen Firmen und Vereinen aus Teublitz. Die organisatorische Umsetzung lag in den Händen des Wasserwacht-Vorsitzenden Markus Frey. Einsatzleiter und verantwortlich für das Sicherheitskonzept war Sebastian Horny.
Zahlreiche Kräfte vor Ort
Die Wasserwachten Teublitz, Saltendorf und Burglengenfeld sicherten die Veranstaltung mit einem Rettungsboot, einem Rettungstaucher mit Leinenführer, fünf Wasserrettern und einer Drohnengruppe ab. Zur Erstversorgung war auch die BRK-Bereitschaft Maxhütte mit zwei Rettungswägen und Sanitätern vor Ort. Zum Umkleiden gab es ein beheiztes Zelt, und bevor es ins Wasser ging, heizte DJ Stefan von der Tanzschule Theuerl den Besuchern und Teilnehmern ein.

Um das leibliche Wohl mit Kaffee, Tee, Glühwein, Kinderpunsch, Kücheln, Bratwürsten, Semmeln von der Bäckerei Moser und als Aufwärmdelikatesse „Schmettis Kartoffelsuppe“ von Markus Frey kümmerten sich die Mitglieder der Teublitzer Vereine der Wasserwacht, des Tennisclubs und des katholischen Frauenbunds. So kamen am Ende rund 10.000 Euro zusammen. Etwa 7500 Euro wurden von den Sponsoren beigetragen, weitere 2500 Euro kamen bei der Veranstaltung selbst durch den Verkauf zusammen.

Der Kuno-Stiftung in Regensburg kamen 40 Prozent des Spendenbetrags zu Gute. Der „Sweet Sweet-Smile“-Initiative“ in Nittenau und dem Verein „Ninos Freunde“ werden jeweils 30 Prozent zur Verfügung gestellt.
Auf die Idee zum Neujahrsanbaden kam der passionierte Eisschwimmer Florian Schreiber aus Bubach. Der Mitgesellschafter bei Metall Ehrnsberger ist seit Jahren im Winter beim Eisbaden an der Badestelle Höllohe anzutreffen. Am Vormittag des Neujahrstages hatten die Organisatoren noch alle Hände voll zu tun, um die sieben Zentimetzer dicke Eisschicht im Eisbadebereich zu entfernen. Das Wasser selbst und die Luft hatten eine Temperatur um den Gefrierpunkt.
Florian Schreiber gab den Startschuss um 14.30 Uhr mit dem Aufruf „Ab ins Wasser“ für die erste Gruppe Eisbader mit 50 Personen. Die weiteren Gruppen zu jeweils 50 Personen begaben sich unter dem Beifall der Zuschauer in den Badebereich. Unter den Wagemutigen waren auch Hartgesottene, die bis zu zehn Minuten im Wasser ausharrten.
Nach rund einer Stunde war das Spektakel beendet , und die Haupt-Organisatoren Florian Schreiber, Matthias Ehrnsberger und Markus Frey zogen eine überaus positive Bilanz: „Wir waren äußerst erfreut, dass auch das 2. Teublitzer Neujahr-Anbaden auf eine so große Resonanz stieß. Das Wichtigste bei dieser Aktion ist jedoch der Erlös für die drei Organisationen, die sich einsetzen, das Leben von Kindern und Jugendlichen ein Stück zu verbessern.“

Die Organisatoren hatten auch Preise für die originellsten Eisbader zur Verfügung gestellte. Den Siegerpreis in Form eines 100 Euro-Gutscheins bekam die Badegruppe „Regen-Eisperlen“, den 2. Preis mit einem 50 Euro-Gutschein der „Man in Black“ und den 3. Platz mit einem 30-Euro-Gutschein das „Einhorn“.