Auto fährt nach Frontalkollision bei Cham in ein Haus – 30-Jährige schwer verletzt

Zu einem schweren Frontalzusammenstoß ist es am Donnerstagabend in der Ortsmitte von Traitsching (Landkreis Cham) gekommen. Der Aufprall war so heftig, dass eines der Fahrzeuge um 90 Grad gedreht wurde und das zweite gegen ein Hauseck fuhr. Dessen 30-jährige Lenkerin wurde dabei schwer verletzt, und musste mit dem Hubschrauber abtransportiert werden.
Wie Kreisbrandmeister Thomas Wittmann vor Ort mitteilte, war es diesmal der E-Call des Passats, der zu schnellstmöglicher Rettung führte. Der Wagen habe nach dem Zusammenprall einen Frontalzusammenstoß gemeldet und dass er mit einer Person besetzt sei. Das ist deswegen erwähnenswert, weil der E-Call auch des Öfteren zu Fehlmeldungen führt.
Beifahrertüre mit schwerem Gerät geöffnet
Auf dem Weg zum Feuerwehrgerätehaus blieb ein FFWler mit seinem Wagen sofort stehen und leistete bis zum Eintreffen der Kameraden und des Rettungsdienstes Erste Hilfe. Die Feuerwehr Traitsching musste den Dacia für den Rettungsdienst durch Einsatz von schwerem Gerät und Aufschneiden der Beifahrertüre öffnen.
Nach ersten Ermittlungen der Polizei Cham, hat die Fahrerin des Dacia an der Kreuzung der alten B20 (Chamer Straße) die Vorfahrt missachtet, als sie von Siedling in Richtung Thal weiterfahren wollte. Mitten auf der Kreuzung kam es zum Frontalzusammenstoß mit einem Passat, der von einem 53-Jährigen gelenkt wurde. Er war auf der Hauptstraße in Richtung Straubing unterwegs.

Der Passatfahrer wurde vom Rettungsdienst versorgt und mit leichten Verletzungen in die Notaufnahme nach Cham gebracht. Die 30-jährige Unfallverursacherin wurde durch den zweimaligen Aufprall schwer verletzt. Die Feuerwehr leuchtete auf dem Traitschinger Sportplatz einen Landeplatz für den Hubschrauber aus, der die 30-Jährige wegflog.
Ortsdurchfahrt zeitweise gesperrt
Neben dem Hubschrauber waren auch zwei Rettungswagen und ein Notarzt im Einsatz. Außerdem rückten die Feuerwehren aus Traitsching, Sattelbogen und Loifling aus. Sie öffneten den Dacia, sicherten die Unfallstelle und sperrten die gesamte Ortsdurchfahrt von 19 bis etwa 21 Uhr. Auf Weisung der Staatsanwaltschaft Regensburg zog die Polizei einen Gutachter zu, der die vorläufige Unfallursache klären soll. Den Gesamtschaden an den Unfallfahrzeugen beziffert die Polizei auf schätzungsweise 35 000 Euro.