Eltern in der Spielerkabine: Wieso es auch in Cham wichtig ist, ein Zeichen für sportliche Fairness zu setzen

Das Runde muss ins Eckige – das hat früher einmal gereicht, um den Lieblingssport der Deutschen in aller Kürze zu erklären. Doch in neueren Zeiten hat sich auch der alte Fußballsport verändert – Mobbing und Ausgrenzung haben innerhalb und abseits des Spielfelds einen Namen bekommen. Auch im Landkreis Cham.
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Nicht umsonst hängt auch in der Region an nicht wenigen Vereinstüren und Toren zum Spielgelände ein Zettel, auf dem vor allem Eltern darauf hingewiesen werden, dass sie sich nicht auf dem Gelände eines Bundesligaclubs befinden, sondern ein Amateurfußballspiel besuchen.
Eltern, die einen 17-jährigen Schiedsrichter im Pulk aufs Übelste beleidigen, so dass sich der junge Mann in der Umkleidekabine verbarrikadieren und vom Obmann gerettet werden muss, gibt es auch im Landkreis Cham. Eltern, die die Umkleidekabine der gegnerischen D-Jugendmannschaft stürmen und sie dort übelst beschimpfen und bedrohen, gibt es auch im Landkreis Cham. Großeltern, die des Platzes verwiesen werden müssen, weil sie die gegnerischen Spieler angehen, gibt es auch im Landkreis Cham. E-Jugendspieler, die ihre Gegner und deren Trainer mit unflätigsten Schimpfwörtern bedenken, gibt es auch bei uns.
Und auch junge Spieler, die ihre Teamkameraden ausgrenzen, beschimpfen, auslachen oder beleidigen, gibt es im Landkreis Cham.
Die Aktion der SG Schlossberg zusammen mit der SpVgg Willmering-Waffenbrunn sollte ein Beispiel für alle Vereine sein, sich für Teambuilding, für gegenseitige Wertschätzung und gegen Mobbing und Ausgrenzung einzusetzen. Und zwar nicht nur im Fußball.