Brand im Gerätehaus: Feuerwehr Schillertswiesen braucht am Sonntag selbst Hilfe

Von Thomas Mühlbauer · 21. Dezember 2025 um 18:00

„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ – so lautet der Leitspruch der Feuerwehren. Doch am Sonntag um 13 Uhr benötigte die Feuerwehr Schillertswiesen (Gemeinde Zell, Landkreis Cham) selbst Hilfe. Denn im Carport, der direkt an das Gerätehaus angebaut ist, war ein Feuer ausgebrochen.

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Der Nachbar des Gerätehauses, selbst ein aktiver Feuerwehrmann, sah es aus dem Carport rauchen und reagierte blitzschnell. Er lief zum Gerätehaus und drückte den Druckknopf der auf dem Dach befindlichen Sirene, sodass diese auslöste. Die Feuerwehrler, die nach und nach eintrafen, fuhren zunächst das Mehrzweckfahrzeug, das im Carport untergebracht war, aus dem Gebäude und aus dem Gerätehaus das Löschfahrzeug.

Massive Rauchentwicklung macht Unterstützung nötig

Anschließend ging man zur Erkundung vor. Zur Hilfe kam dabei der Wehr, dass sie gut ausgerüstet ist und über Atemschutz verfügt, dass man selbst den ersten Löschangriff vornehmen konnte. Gleichzeitig erkannten die Wehrkleute wegen der massive Rauchentwicklung, dass sie alleine nicht viel ausrichten konnten.

Das Dach wurde per Hand abgedeckt. - Foto: Thomas Mühlbauer

Deshalb forderten sie von der Leitstelle Hilfe an, die schließlich mit dem Stichwort „B 3“ (Brand am Gebäude) Großalarm auslöste. Es wurden die Wehren Zell, Gfäll, Martinsneukirchen, Süssenbach, Falkenstein und Roding alarmiert.

Ebenso ging der Alarm an die Führungskräfte um Kreisbrandinspektor Norbert Mezei und Kreisbrandmeister Christian Meier. Als Vertreter des Kreisbrandrates wurde Chams KBI Marco Greil alarmiert.

Das BRK ist auch vor Ort

Zudem war auch das Bayerische Rote Kreuz mit Rettungskräften und Einsatzleiter Rettungsdienst Tobias Muhr vor Ort. Diese standen zur Absicherung der Atemschutzgeräteträger parat, mussten aber nicht eingreifen. Einsatzleiter und Kommandant der Schillertswiesener Wehr Thomas Gabler sagte zum Einsatz: „Die Verrauchung aus dem Dachstuhl des Carports und des Gerätehauses war so enorm, dass man teilweise nicht einmal mehr das Gerätehaus sah.“ Ein offenes Feuer habe man nicht entdecken können.

Die Brandschäden sind nicht zu übersehen. - Foto: Thomas Mühlbauer

Als man die Verrauchung in den Griff bekam, machten sich die Wehrleute daran, die Dachhaut des Carports und des Gerätehauses zu öffnen, um zu sehen, wie weit das Feuer schon in den Dachstuhl vorgedrungen war. Hierzu wurden die Dachziegel entfernt. Bei der Kontrolle unterstützte auch die Rodinger Drehleiter.

Ungewohnter Einsatzort: Im Gerätehaus der FFW Schillerswiesen hat es auch noch unbekannter Ursache gebrannt. - Foto: Thomas Mühlbauer

Immer wieder wurden Temperaturen kontrolliert. Dies geschah auch mittels der Drohne der Rodinger Wehr. Zur Einsatzstelle eilte auch Zells Bürgermeister Thomas Schwarzfischer, der sich selbst ein Bild vom Schaden machte. Und dieser ist nach ersten Schätzungen der Polizei enorm. So geht man derzeit von 80.000 Euro aus, denn neben dem Carport ist auch das Mehrzweckfahrzeug der Schillertswiesener Wehr in Mitleidenschaft gezogen worden. Über die Brandursache ist aktuell noch nichts bekannt.

Im Carport war auch das Mehrzweckfahrzeug untergebracht, das dann schnellstmöglich ins Freie gefahren wurde. - Foto: Thomas Mühlbauer