„Krisenzeiten sind auch Gründerzeiten“: Techbase erwartet steigende Büro-Nachfrage

Von Franziska Mahler · 20. Dezember 2025 um 19:00

Regensburg ist ein beliebter Standort für Start-up-Gründungen. Entsprechend groß ist das Interesse an Büros im Gründer- und Innovationszentrum Techbase. Geschäftsführer Alexander Rupprecht zieht eine positive Jahresbilanz – trotz konjunktureller Unsicherheiten.

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„Wir konnten die hohe Auslastung in der Techbase weiter steigern und in 2025 14 neue Mieter aufnehmen, davon neun Start-ups“, sagt Rupprecht. Das Engagement großer Firmen wie Max Bögl unterstreiche den „besonderen Mehrwert“ des Ökosystems an der Techbase. Außerdem sei das Interesse an Veranstaltungen für Gründer groß gewesen. „Mit dem Zebra-Award für nachhaltige Start-ups haben wir ein neues Format geschaffen, das auf Anhieb eine große Resonanz hatte.“ Der Geschäftsführer verweist auch auf eine Studie des Start-up-Verbands , die die Relevanz der Domstadt bestätigt: Regensburg liegt bei Neugründungen in Bayern auf Platz zwei hinter München.

Techbase-Geschäftsführer Alexander Rupprecht - Foto: altrofoto.de

Die Rahmenbedingungen bezeichnet Rupprecht als „sehr gut“. Das liege auch an der engen Zusammenarbeit mit dem BioPark, den Hochschulen, den Kammern, der Verwaltung und den Technologie-Clustern. „Es gibt zahlreiche Anlaufstellen, Netzwerke und Events bei denen Gründer Unterstützung, guten Rat und wertvolle Kontakte bekommen. Niemand muss mit seiner Gründung allein bleiben.“ Handlungsbedarf sieht er aber weiterhin bei der Finanzierung guter Ideen, „vor allem in der schwierigen Startphase“. Niederschwellige Fördermittel könnten da helfen.

Auch ins neue Jahr blickt der Geschäftsführer optimistisch: Im zweiten Halbjahr sei die Nachfrage nach Büros nochmal deutlich gestiegen, daher rechne Rupprecht auch 2026 mit einer positiven Entwicklung. „Grundsätzlich sind Krisenzeiten auch Gründerzeiten. Wenn die Jobs nicht mehr so sicher sind, steigt auch die Tendenz, auf die eigene Idee zu setzen und das Risiko einer Gründung einzugehen.“ Die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz forcieren Rupprecht zufolge neue Ideen und transformieren bestehende Märkte. 2026 wolle die Techbase unter anderem unterschiedliche Branchen und Technologien noch stärker vernetzen.