Rooftop Bar, Club und Museum: Ministerium präsentiert Ideen für Regensburger Kaufhof

Von Philip Hell · 19. Dezember 2025 um 19:00

Die Debatte reißt nicht ab: Was soll aus dem Kaufhof am Regensburger Neupfarrplatz werden? Das Gebäude steht seit August 2024 leer. Nun meldet sich das Bayerische Wirtschaftsministerium zu Wort – mit einer ganzen Reihe von Ideen.

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Die Ideen für das leerstehende Ex-Warenhaus sind im Rahmen des Programms BIPA (Bavaria–Israel Partnership Accelerator) entstanden. Erarbeitet wurden sie von deutschen, amerikanischen und israelischen Studenten. Das geht aus einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums hervor, die der Mediengruppe Bayern exklusiv vorab vorlag. Demnach wurden die Vorschläge im Rahmen einer Israel-Reise von Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt in Israel präsentiert. Dort besuchte der Freie-Wähler-Politiker aus dem Landkreis Regensburg den Projektpartner Tech7 in der Stadt Be'er Sheva.

Kaufhof-Leerstand in Regensburg: Studenten schlagen „Cultural Hub“ vor

Die Studenten schlagen eine Art „Cultural Hub“ vor, der verschiedene Facetten kultureller Erlebnisse miteinander vereint. Gotthardt fasst die Ergebnisse laut Mitteilung so zusammen: „Geplant sind eine Rooftop Bar, ein Restaurant, ein Club im Keller sowie ein Pop-Up Museum. Zusätzlich sollen Workshops zur bayerischen Kultur sowohl Einheimischen als auch Touristen die Möglichkeit bieten, die Traditionen der Region hautnah zu erleben.“

Das Projekt habe das Potenzial, Kultur, Geschichte und moderne Erlebnisse auf eine innovative Weise zu verbinden, die so bislang einzigartig in der Stadt sei, heißt es in der Mitteilung weiter. Gotthardt meldet sich in der Kaufhof-Debatte nicht zum ersten Mal zu Wort. Anfang des Jahres forderte der Wirtschaftsstaatssekretär im Gespräch mit der Mediengruppe Bayern eine gemischte Nutzung mit Geschäften in A-Lage und einem repräsentativen Altstadt-Campus für Hochschulen sowie Forschung.

Kaufhof in Regensburg: Zwei OB-Kandidaten wollen den Leerstand kaufen

Eine zentrale Frage beantworten die Studenten in ihrem Vorschlag allerdings nicht: Wie sollen Bar, Restaurant und Museum in den Kaufhof kommen? Dazu müsste man den derzeitigen Eigentümer von den Plänen überzeugen – oder aber das Gebäude erwerben. Um diese Frage dreht sich seit geraumer Zeit die Debatte in Regensburg. Kürzlich meldeten sich mit Astrid Freudenstein (CSU) und Thomas Burger (SPD) gleich zwei Oberbürgermeister-Kandidaten zu Wort und forderten, das Gebäude zu kaufen.