Freund von Papst Benedikt: Regensburgs dienstältester Priester gestorben

Prälat Josef Grabmeier wurde 98 Jahre alt. Mit 73 Jahren als Priester war der aus Niederbayern stammende emeritierte Domkapitular der dienstälteste Kleriker des Bistums. Am Montag, 15. Dezember, findet ihm zu Ehren ein Requiem im Hohen Dom zu Regensburg statt.
Er war ein streitbarer Diener seines Herren. Josef Grabmeier war eng verbunden mit dem Kreis an Freunden und Wegbegleitern um Domkapellmeister Georg Ratzinger (1924 bis 2020) und seinem Bruder Joseph, den man weltweit als Papst Benedikt XVI. kannte. Jetzt ist der emeritierte Domkapitular im Alter von 98 Jahren verstorben. 73 Jahre davon war er geweihter Priester – er war damit bis zu seinem Tod am Montag dienstältester Kleriker im Bistum Regensburg.
Bischof Rudolf würdigte den Verstorbenen und seinen Dienst um den Glauben: „Die Diözese gedenkt seiner in großer Dankbarkeit und empfiehlt den verstorbenen dem Gebet seiner Mitbrüder und aller Gläubigen“, hieß es.
Prälat Grabmeier kam 1927 in Teisbach im Kreis Dingolfing-Landau zur Welt. Er erlebte Kriegsgefangenschaft von 1943 bi 1945, den Rückkehr in die Demokratie und 1952 die Gnade der Priesterweihe. Er begann als Kaplan in Cham, später absolvierte er Stationen in Mietraching und Klardorf. 1977 wurde er Domkapitular. Als stellvertretender Zentralpräses der Marianischen Männerkongregation war er auch eng verbunden mit den Ratzingers, der spätere Papst war selbst Ehrenmitglied bei der MMC, die ihn 2011 sogar im Saal der Päpste im Vatikan besuchte.
Bischof Rudolf feiert am Montag, 15. Dezember, um 10 Uhr im Hohen Dom St. Peter das Pontifikalrequiem für ihn. Anschließend findet gegen 12 Uhr die Beisetzung in der Domkapitelgruft auf dem Unteren Katholischen Friedhof in Regensburg statt.