Caterpillar: Rodungen bei Klardorf für Teststrecke für Mobilbagger können starten

Die Firma EDC European Excavator Design Center GmbH (EDC), eine Tochter des namhaften Baumaschinenherstellers Caterpillar, will sich nach wie vor im Schwandorfer Süden ansiedeln. In der ehemaligen Tongrube in Klardorf will die Firma eine Teststrecke für Mobilbagger errichten. Dafür müssen aber Bäume gerodet werden – alleine schon deswegen, um winzige, tierische Bewohner des Geländes rechtzeitig umsiedeln zu können.
Stadtplaner Jeroen Erhardt und Landschaftsplaner Claudio Lenz, beide vom Planungsbüro TB Markert aus Nürnberg, die von EDC mit der Erstellung der Planunterlagen beauftragt wurden, erläuterten dem Schwandorfer Planungs- und Umweltausschuss kürzlich den aktuellen Stand.
Komplexe Artenschutzuntersuchung
Seit der Vorstellung des Projekts im März wurde laut den Planern eine komplexe Artenschutzuntersuchung vorgenommen. Dabei kam heraus, dass auf dem Gelände durchaus schützenswerte Tiere leben. Haselmäuse, Zauneidechsen, Schlingnattern, Kreuzkröten, Gelbbauchunken, Heidelerchen und Fledermäuse nennen das Gelände ihr Zuhause.
Damit diese weiterhin bei Klardorf leben können, sollen Ausgleichsflächen geschaffen werden. Wo Bäume gerodet werden, müssen an anderer Stelle neue gepflanzt werden. Landschaftsplaner Claudio Lenz erklärte den Ausschussmitgliedern, dass der Beschluss für das Areal jetzt schon gefasst werden müsse, damit die Haselmaus in ihr Ersatzhabitat im nächsten Frühjahr umgezogen werden kann.
Derzeit im Winterschlaf
Das kleine Nagetier halte derzeit seinen Winterschlaf. Dabei bevorzuge es, wie Lenz den Räten referierte, Nester, die am Boden in der Vegetation, im Laub oder Reisig, zwischen Wurzeln, an Baumstümpfen oder in Baumlöchern liegen. Sein Vorschlag für das Vorhaben ist, die betroffenen Bäume auf dem Areal zu fällen und Hecken als Ausgleich am nördlichen Rand des Areals anzulegen. „Sobald die Haselmaus dann im Frühjahr umgezogen ist, kann mit der Rodung der verbliebenen Baumstümpfe begonnen werden“, schloss Lenz seine Erläuterungen.
Wir sollten sorgsam mit der Natur umgehen.Andreas Feller, Oberbürgermeister
Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) hielt die Umsiedelung der Haselmaus für vernünftig: „Wir sollten sorgsam mit der Natur umgehen.“ Die Ausschussmitglieder votierten einstimmig für den Beschluss.