Treppe in Regensburg seit diesem Jahr gesperrt – Passanten klettern einfach über Sperre

Von Philip Hell · 9. Dezember 2025 um 13:00

Zahlreiche Treppen in Regensburg legen derzeit eine Winterpause ein – darunter sind seit heuer auch die Stufen, die zum Odessa-Anker am Marc-Aurel-Ufer führen. Haben die Treppensperrungen mit Personalmangel bei der Stadt zu tun? Die Verwaltung dementiert das.

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Die Treppen würden gesperrt, um sie bei einem Wintereinbruch nicht unverzüglich verkehrssicher räumen zu müssen, teilt Stadtsprecherin Juliane von Roenne-Styra mit. Das habe allerdings nichts damit zu tun, dass es einen massiven Personalmangel gebe. Vielmehr sei es einfach nicht darstellbar, alle Treppen im Stadtgebiet bei einem akuten Wintereinbruch zeitgleich verkehrssicher zu machen. „Um niemanden zu gefährden, müssen in der kalten Jahreszeit an manchen Stellen kurze Umwege in Kauf genommen werden.“

Treppe in Regensburg seit dem Winter 2025 gesperrt: Passanten kraxeln drüber

Das mit den Umwegen sehen so manche Regensburger und Touristen anders, wie man dieser Tage am Marc-Aurel-Ufer beobachten kann. Von der Eisernen Brücke führt dort eine Treppe hinab in Richtung Odessa-Anker. Bislang war die Treppe im Winter frei. Seit einigen Wochen ist sie mit einer Kette gesperrt. So mancher Passant zieht es allerdings vor, über die Absperrung zu kraxeln, anstatt außen herumzugehen.

Stadt-Sprecherin von Roenne-Styra bestätigt, dass die Treppe heuer erstmals gesperrt ist. „Der Grund dafür ist, dass sich am Fußende der Treppe bei Regen oder Tauwetter Wasser ansammelt, das nicht ablaufen kann.“ Dabei entstehe bei Minusgraden eine größere Eisplatte, die jedoch zum Schutz der Bäume an der Promenade nicht mit Salz entfernt werden dürfe.

Warum die Menschen die Absperrung ignorieren, kann man eigentlich nicht verstehen.Stadtsprecherin Juliane von Roenne-Styra

Zu den kraxelnden Passanten sagt die Sprecherin der Verwaltung: „Warum die Menschen die Absperrung ignorieren, kann man eigentlich nicht verstehen: Direkt neben der Treppe verläuft parallel, ohne Umwege, ein Fußweg entlang der Thundorferstraße.“

Womöglich hängen die semiprofessionellen Seiltanzeinlagen auch damit zusammen, dass nur der obere Teil der Treppe abgesperrt ist.