Freie Wähler wollen im Neunburger Stadtrat mit Mut und Kreativität vorangehen

Die Freien Wähler sind mit sieben Mitgliedern aktuell die zweitstärkste Gruppierung im Neunburger Stadtrat. Nach CSU und SPD haben sie am Donnerstag ebenfalls ihre Liste mit Kandidaten für die Kommunalwahl am 8. März 2026 aufgestellt, die vom Ortsvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Martin Scharf angeführt wird. Die Frage, ob die Freien Wähler wieder einen Bürgermeister-Kandidaten stellen, sei noch nicht endgültig entschieden.
In der Vergangenheit präsentierten die Freien Wähler auch jeweils einen eigenen Bewerber für das Bürgermeisteramt. „Ich werde es diesmal definitiv nicht sein“, schloss der Landtagsabgeordnete und Ortsvorsitzende Martin Scharf eine erneute Kandidatur nach drei Wahlniederlagen für sich aus. Das Thema Bürgermeisterkandidat, das an diesem Abend nicht weiter erörtert wurde, sei aber noch nicht endgültig vom Tisch, bekräftigte Scharf auf Nachfrage.
Die Vorstandschaft der Neunburger Freien Wähler hatte für die Stadtratswahl einen kompletten Wahlvorschlag erstellt, der auch die Reihenfolge der Kandidaten festlegte. Ein Einspruch dagegen wurde nicht erhoben. Den Bewerbern wurde bei der Nominierungsversammlung die Gelegenheit gegeben, sich kurz vorzustellen. Die vorgeschlagene Liste erhielt mit 25 Ja-Stimmen das uneingeschränkte Votum der Wahlberechtigten. Gleiches galt für die beiden Nachrücker.
Kandidaten wollen für ihre Heimatstadt einstehen
Martin Scharf stellte heraus, dass die Arbeit im Stadtrat ehrenamtlich sei. Aus dem Grund bedankte er sich bei allen, die sich zu einer Kandidatur bereit erklärt haben. Es sei nicht immer leicht, die getroffenen Entscheidungen gegenüber den Bürgern zu vertreten. Gelegentlich müsse man sich sogar Anfeindungen aussetzen.
Die Freien Wähler wollen laut Scharf weiterhin Verantwortung in der Stadt übernehmen. Jeder der Kandidaten habe viel Arbeit und wolle dennoch für seine Heimatstadt einstehen. Allein schon dafür hätte es jeder der 22 Kandidaten verdient, gewählt zu werden.
Die Freien Wähler schauten nicht auf Parteipolitik, sondern hätte stets das Ganze im Blick. Jeder wolle dafür sein Bestes geben. Es sei erneut gelungen, eine große Bandbreite an Berufen und Altersstufen in die Liste der Kandidaten einzubinden. „Ich finde es gut, dass wir junge Leute darunter haben, die uns Etablierten auch gern mal etwas Feuer unter dem Allerwertesten machen wollen“, so Scharf. Besonders freuten den Vorsitzenden die sechs Damen auf der Liste, „was fast ein Drittel ausmacht“.
Einiges werde von der weiblichen Seite anders gesehen und gedacht. Ein Novum dabei sei, dass mit Petra Reißer-Schindler und Jenny Simmel Mutter und Tochter gleichzeitig kandidierten. Scharf wies darauf hin, dass die meisten der Kandidaten ohnehin schon in vielen Bereichen ehrenamtlich aktiv seien und auch dort Verantwortung übernähmen. Er freute sich auf die kommenden Wochen und war sich sicher, dass „alle durch den gegenseitigen Austausch noch enger zusammenwachsen werden“.
Antworten auf die Fragen der Wähler geben
Als Marschrichtung für den bevorstehenden Wahlkampf zitierte Scharf aus einer Rede über die Bedeutung von Zukunft. Die Welt entwickle sich derzeit in einem nie dagewesenen Tempo. Gefordert seien deshalb „Mut, Verantwortung und Kreativität“.
Zu den Kandidaten der Freien Wähler für den Stadtrat sagte der Ortsvorsitzende: „Ihr seid diejenigen, die in diesen Zeiten vorangehen wollen. Überzeugen wir die Wähler davon, dass wir die Antworten auf ihre Fragen haben.“ Scharf kündigte abschließend an: „Wir packen einiges an für Neunburg.“
Die Bewerber der Freien Wähler Neunburg
• Platz 1 bis 10: Martin Scharf, Stadtrat, MdL, Rechtsanwalt; Florian Meier, Stadtrat, Polizeibeamter; Helga Mehltretter, Stadträtin, Krankenschwester; Maximilian Lang, Stadtrat, Beauftragter im Gesundheitswesen; Maximilian Baumgärtner, Stadtrat, Unternehmer; Angela Seidel, Wirtschaftsförderin; Walter Drexler, Stadtrat, Landwirt; Konrad Hoch, Stadtrat, Wasserwerker i. R.; Jenny Simmel, Mediengestalterin; Rene Kienzl, Controller
• Platz 11 bis 20: Michael Vetter, Berufsschullehrer; Anja Weinfurtner, Rechtsanwältin; Andreas Klier, Technischer Ausbilder; Siegfried Schießl, Landwirtschaftsmeister; Eveline Stangl, Erzieherin; Wolfgang Nagler, Polizeibeamter i. P.; Markus Demleitner, Kfz-Meister; Petra Reißer-Schindler, Unternehmerin; Michael Meier, Bauingenieur; Reinhold Stangl, Angestellter
• Nachrücker: David Reichl, Student; Manuel Zäch, Zollbeamter