Neues Schwandorfer Baugebiet soll nächstes Jahr erschlossen werden

Von Jan Lange · 6. Dezember 2025 um 19:00

Bauland ist in der Stadt Schwandorf begehrt. Vor zwei Jahren wurden deshalb die neuen Baugebiete Rothlinde in der Nähe des Krankenhauses und Hasenbuckel-Ost in Fronberg erschlossen. Nun soll ein weiteres neues Baugebiet entstehen.

Die insgesamt 64 Parzellen – 50 in Hasenbuckel-Ost und 14 in Rothlinde – sind laut Stadt nämlich alle verkauft und ein Großteil auch bereits bebaut. Die noch vereinzelten Baulücken sollen in naher Zukunft auch geschlossen werden, denn die Käufer der Grundstücke sind verpflichtet, innerhalb von drei Jahren nach Erwerb ein bezugsfertiges Wohnhaus zu errichten.

Da die Nachfrage nach Grundstücken trotz Baukrise nach wie vor hoch ist, will die Stadt nun das nächste Baugebiet erschließen. Diesmal soll es im Schwandorfer Osten im Ortsteil Niederhof entstehen. Das neue Baugebiet ist nördlich der Gartenackerstraße, zwischen Höflarner und Schleiglstraße geplant, teilte Lara Schmaus von der städtischen Pressestelle mit.

Ortsteile nicht mit neuen Bauplätzen überfordern

In Niederhof sind in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche neue Wohnhäuser entstanden. Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) hatte bei einer Podiumsdiskussion im Mai dieses Jahres betont, dass die Ortsteile nicht mit neuen Bauplätzen überfordert werden dürften. Wenn ein Ortsteil 1600 Einwohner zähle, sollten dort nicht 100 neue Bauplätze geschaffen werden, so der Rathauschef damals. Darunter würde die soziale Struktur und das Vereinsleben leiden.

Vielleicht auch deshalb fällt das neue Baugebiet Niederhof-Nord relativ klein aus: Es sollen dort 13 neue Bauparzellen entstehen. Das neue Baugebiet in Niederhof ist damit kleiner als das im Rothlindenviertel. In Niederhof-Nord können Einfamilienhäuser oder Doppelhäuser mit maximal zwei Wohneinheiten errichtet werden. Für die Erschließung der neuen Bauparzellen sind im Haushalt 2026 insgesamt 250 000 Euro vorgesehen. Vorbehaltlich der Zustimmung des Schwandorfer Stadtrates und eines genehmigten Haushalts solle mit der Erschließung im Herbst nächsten Jahres begonnen werden, so Schmaus. Bis dahin soll das Bebauungsplanverfahren abgeschlossen sein. Die Erschließung wird voraussichtlich bis zum Frühjahr 2027 dauern.

Dass in Niederhof weitere Bauplätze geschaffen werden sollen, war für die Stadträte keine Überraschung. Bereits im Herbst 2024 war darüber im städtischen Planungs- und Umweltausschuss informiert worden. Damals war das Vorhaben von den Stadträten begeistert aufgenommen worden. Der Ausschuss hatte vor einem Jahr auch einstimmig für die Aufstellung eines Bebauungsplans mit integriertem Grünordnungsplan votiert. Auch bei der jetzigen Vorstellung des Bauprogramms für 2026 gab es bei diesem Punkt keinen Widerspruch.